{"id":1729,"date":"2023-04-17T14:42:10","date_gmt":"2023-04-17T14:42:10","guid":{"rendered":"https:\/\/peterpodehl.com\/?page_id=1729"},"modified":"2026-02-19T12:23:12","modified_gmt":"2026-02-19T12:23:12","slug":"sagten-die-anderen-uber-ihn","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/webaid.it\/?page_id=1729","title":{"rendered":"Sagten die anderen \u00fcber ihn"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"has-text-align-center\">***<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading has-text-align-center\">Sagten die anderen \u00fcber ihn<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\">***<\/p>\n\n\n\n<p>Nach Peters Tod <a href=\"https:\/\/webaid.it\/?page_id=2725\">bat ich alle<\/a>, mir sch\u00f6ne und lustige Erinnerungen an ihn zu schicken. Hier die Antworten (aus dem Jahr 2010).<br>(Das 3. Enkelchen, von dem da \u00f6fters die Rede ist, hei\u00dft Bianca. Sie kam am 1. Mai 2011 auf die Welt.)<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Ingeborg<\/strong><br><em>fand eine Menge alter Mails von Peter im Spam (Oh weh!!); so viele, dass sie sie gar nicht alle auf einmal lesen konnte, aber\u2026<\/em><br>\u2026schon kleine Kostproben wecken alte Erinnerungen und ich h\u00f6re die Stimme Deines Vaters. Er gab so viel Samt auf die Seele.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Julian<\/strong><br><em>berichtet von Peters und Charlottes allmorgendlicher Ger\u00e4uschkulisse (die er allerdings anders bezeichnet)<\/em><br>Mir sind viele alte Erinnerungen an Peter durch den Kopf gegangen. Eine<br>Anekdote stammt aus den Schmidt-Podehlschen Skiurlauben in Andeer. Irgendwann<br>war ich so alt, dass ich aus Platzmangel aus dem Schmidtschen Appartement<br>ausquartiert wurde und dann auf dem Sofa im Podehlschen schlafen sollte.<br>Das war abends wunderbar. Ich konnte solange lesen, wie ich wollte, und habe<br>ganze B\u00fccherberge verschlungen. Morgens musste ich dann allerdings ein dickes<br>Fell beweisen.<br>Peter war immer der erste, der wach wurde, und sich dann an den Wohnzimmertisch<br>setzte, um zu schreiben. Peter ist h\u00e4ufig schon morgens um f\u00fcnf oder sogar<br>noch fr\u00fcher wach gewesen. Das war seine liebste Zeit zum Schreiben. Oft erst<br>zwei, drei Stunden, nachdem ich das Buch weggelegt und schlafen gegangen war.<br>Das kleine Licht und das Kratzen auf dem Papier waren beruhigend und<br>gem\u00fctlich. Ich bekam sie zwar am Rande meines Bewusstseins mit (sonst k\u00f6nnte<br>ich das ja auch jetzt nicht aufschreiben). Aber ich konnte dabei gut<br>weiterschlafen.<br>Dann wurde irgendwann Charlotte wach. Jetzt kamen immer mehr Ger\u00e4usche dazu.<br>Peter machte ihr etwas zu trinken und brachte es ans Bett. Dabei h\u00f6rte ich<br>schon Fl\u00fcstern aus dem Schlafzimmer.<br>Als Charlotte dann aufgestanden war, konnte Peter weiterschreiben, w\u00e4hrend<br>Charlotte die fr\u00fche Morgenstunde nutzte, um schon das Mittagessen<br>vorzubereiten. Dabei begannen dann auch ihre so vertrauten Gespr\u00e4che<br>miteinander, aus R\u00fccksicht auf mich im Fl\u00fcsterton gef\u00fchrt. Da sie ja auch<br>etwas voneinander verstehen wollten, fand das Fl\u00fcstern in einer der deutlich<br>lauteren Varianten statt. Ich konnte jedes Wort klar und deutlich verstehen &#8211;<br>von der anderen Seite des Raumes. Ein Sprechen mit gesenkter Stimme w\u00e4re<br>wahrscheinlich leichter zu \u00fcberh\u00f6ren gewesen. Ich zog mir die Bettdecke \u00fcber<br>den Kopf.<br>Dann begann bald die letzte und lauteste Stufe des Vor-Morgens: Der Dampftopf.<br>Wie zur Steigerung des Zischelns beim Fl\u00fcstern wurden die Kartoffeln in einen<br>alten Dampftopf gesperrt, so einen mit gro\u00dfer Schraube auf dem Deckel, der dann<br>auf dem Herd bald zischelte, dann zischte, bis er schlie\u00dflich mit allen ihm<br>zur Verf\u00fcgung stehenden Teilen klapperte. Die Bettdecke konnte ja auch<br>mehrlagig \u00fcber dem Kopf liegen. An mehr als ein D\u00f6sen war aber schon lange<br>nicht mehr zu denken.<br>Ich muss schmunzeln, wenn ich an dieses allmorgendliche Klangritual vor dem<br>Skifahren zur\u00fcckdenke: das Kratzen auf dem Papier, das Tuscheln und dann das<br>Zischen und Klappern. Es hat nicht jeden Tag Kartoffeln gegeben. Aber gef\u00fchlt<br>war jeden Tag der Dampftopf in Benutzung. Was wohl noch alles darin gekocht<br>wurde\u2026?<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Gerda<\/strong><br>\u201eK\u00f6nnte meine Mutter doch so sterben wie dein Vater! Seit Jahren ist sie in einem Heim vom Roten Kreuz. Meine Br\u00fcder zahlen viel Geld, dazu die Krankenkasse usw. An ihrem Bett h\u00e4ngt ein Schild: \u201aNicht ber\u00fchren!\u2018, denn jedes Ber\u00fchren ist Schmerz f\u00fcr sie. (Bei Peter haben diese Schmerzen gerade 24 Stunden gedauert; Anm.v.Claudia). Entweder schl\u00e4ft sie, oder sie beklagt sich \u00fcber ihre Schmerzen. Und wenn meine Br\u00fcder sagen, Schluss!, wir nehmen sie mit nach Hause, dann wird ihnen vorgeworfen, dass sie kein Geld mehr f\u00fcr ihre alte Mutter rausr\u00fccken wollen. Sie wird bald 94 und das geht bereits seit 5 Jahren so.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Monika und Cristina<\/strong><br>Hallo Claudia und Gianni,<br>ganz nach eurem vollkommen berechtigtem Wunsch, keine gro\u00dfen Beileidsformeln, nur die aufrichtige Freude dar\u00fcber, Peter, wenn auch nur sehr kurz, kennengelernt zu haben. Ich bin bei solchen Anl\u00e4ssen immer wieder davon \u00fcberw\u00e4ltigt, dass nichts aufh\u00f6rt, sondern auf wunderbare Weise weitergeht. Faszinierend das Leben.<br>Beim Lesen der heiteren Berichterstattung \u00fcber die Entwicklung von Pietro und Adriano bin ich schon fast neidisch geworden, aber dann\u2026\u2026<br>Haltet euch fest: im Mai kommt auch mein erstes Enkelkind. Cristina war zu Recht der Meinung, dass es an der Zeit sei.<br>Na, wie gesagt, faszinierend das Leben.<br>In diesem Sinne, zwischen Freud und manchmal auch Leid,<br>un abbraccio forte, forte.<br>Monika e Cristina<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Rolf<\/strong><br>Liebe Claudia,<br>da ich Deinen Vater nicht kannte, kann ich leider keine sch\u00f6ne Geschichte schicken, wie Du Dir w\u00fcnschst; trotzdem m\u00f6chte ich Dir mein Mitgef\u00fchl zum Tod Deines Vaters ausdr\u00fccken.<br>Die sch\u00f6ne Geschichte k\u00f6nnte sein, dass Theo vor 3 Tagen ein Jahr alt wurde und wir sehr gl\u00fccklich mit ihm und \u00fcber ihn sind, und dass Anna auf dem besten Weg von OK zu wunderbar zu werden.<br>Alles Liebe<br>Rolf<\/p>\n\n\n\n<p><strong>J\u00f6rg<\/strong><br>Liebe Claudia,<br>Freud und Leid liegen nahe beieinander, auch der Moment des Todes mag beides vereinen: Jedes Ende ist ein neuer Anfang.<br>Ich f\u00fchle mich sehr gl\u00fccklich und geehrt, dass ich die Gelegenheit hatte, Peter und Euch kennen zu lernen und in M\u00fcnchen bei der Spencer-Party dabei gewesen zu sein (auch die Aktion in Aachen war super!). Heimlich haben wir uns auf eine neue Gelegenheit des Wiedersehens gefreut, die jetzt nicht mehr m\u00f6glich sein wird. Schade.<br>Eine Kopie Deiner Email habe ich ins Spencer-Forum gepostet und hoffe, dass dort einiges zusammenkommt. Hier der Link, noch ohne Antworten, aber das wird kommen:<br>(<em>Die Seite gibt es nicht mehr.<\/em>)<br>Liebe Gr\u00fc\u00dfe und viel Kraft Euch allen in den n\u00e4chsten Tagen!<br>J\u00f6rg<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Ekke<\/strong><br>Liebe Claudia,<br>deine Mail hat mich gefreut. Ja, du hast richtig gelesen, es hat mich gefreut, dass das irdische Ende von Peter so gut verlaufen ist. Er hat ein langes erf\u00fclltes Leben gehabt, hat den Mut und die Kraft gefunden, seinen Lebensabend bei Euch in Rom zu verbringen, war wider alles Erwarten in ausreichendem Gesundheitszustand und hat in Eurem Beisein den Abschied nehmen k\u00f6nnen. Was w\u00fcnscht man sich mehr f\u00fcr des Ende eines geliebten Menschen! F\u00fcr Trauer und Lamentieren ist da sicher wenig Raum \u2013 und das ist gut so. Gut und sch\u00f6n sind auch die vielen lebendigen Erinnerungen an Deinen Vater mit seinen tiefsinnigen verschmitzten Gedanken und Ideen, und die zahlreichen schriftlichen, akustischen und visuellen Erinnerungsst\u00fccke aus seinem reichhaltigen Schaffen.<br>Ich denke oft und gerne mit gro\u00dfer Freude an Deinen Vater \u2013 ohne jede Wehmut, und w\u00fcnsche Euch Kraft, Abstand und Ruhe um zu Eurer wohlverdienten Zweisamkeit zur\u00fcckzufinden.<br>Sehr liebe Gr\u00fc\u00dfe aus Sauerlach<br>Ekke &amp; Uschi<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Bettina<\/strong><br>So ist es nun zu Ende mit Peter. Er war der beste aller Nachbarn und ich habe es immer genossen mit ihm zu sprechen \u2013 naja, solange er gut h\u00f6ren konnte, nachher wurde es schwieriger. War auch stolz und vergn\u00fcgt, dass es in Harlaching nicht nur die Reichen und die SUV-Fahrer gibt, sondern auch echte (Lebens)k\u00fcnstler.<br>Sein Fl\u00fcgel wird weiter von unsern vielen Klaviersch\u00fclern bespielt. Lustige Geschichten aus der Aretinstra\u00dfe \u2013 gerade will mir keine einfallen, aber ich denke dr\u00fcber nach. Peter ist uns vorausgegangen und wird uns erwarten, nicht wahr? Nun ist f\u00fcr mich auch die Aretinstra\u00dfe Geschichte \u2026 \u201cWunderbar\u201d, \u2013 ist \u00fcbrigens ein Wort, das ich von Peter \u00fcbernommen habe \u2013 und gern und oft benutze. Wunderbar, dass Lavinia noch ein Baby bekommt, \u2013 Kinder sind das Leben selbst!! Ah, gerade f\u00e4llt mir eine weitere Pepo-Wortsch\u00f6pfung ein, die ich mir ebenfalls von ihm geborgt habe: Oft hat er zum Abschied gesagt:<br>\u201cMacht alles gut\u201d!<br>Gr\u00fc\u00dfe von Bettina<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Patrizia<\/strong><br>Liebe Claudia, meine Erinnerung ist sein heiteres und zufriedenes Gesicht auf euren Sommerfesten.<br>Ich umarme Dich<br>Patrizia&nbsp; (Mauracher)<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Andreas<\/strong><br>Liebe Claudia!<br>Eben bin ich aus Dresden zur\u00fcckgekehrt, wo ich eine Vorstandssitzung der Erich K\u00e4stner Gesellschaft hatte, deshalb jetzt erst erste Reaktion!<br>Wie Du es w\u00fcnschst, bekommst Du keine Beileidskundgebung \u2013 doch ein trauriger Einschnitt auch in mein Leben ist es schon. Denn Du wei\u00dft, was Eure Familie f\u00fcr mich bedeutet hat (und noch bedeutet). Es war ja nicht nur Thomas, der mich aus meiner Fl\u00fcchtlingsverunsicherung herausgezogen hat, sondern Eure ganze Familie, Deine Mutter in ihrer mich sehr positiv animierenden Lebhaftigkeit (obwohl ich wei\u00df, dass Du einiges aushalten musstest), und Deines Vaters Ausgeglichenheit, aber auch sein spitzb\u00fcbischer Blick, wenn er eine Anekdote zum Besten gab.<br>Gerne h\u00e4tte ich ihn in drei Wochen noch wiedergesehen, aber er hat sich seine Ruhe auch verdient; so sei sie ihm geg\u00f6nnt. Ich habe ihn, selten zwar, in seiner letzten Zeit erlebt und er steht mir deutlich vor Augen, doch tief drinnen in meinem Auge und Ged\u00e4chtnis ist seine Gestalt bewahrt und h\u00f6re ich deutlich seine alte gute Stimme, etwa, wenn er leicht fragend und mit leicht erhobenem Stimmton \u201cCharlotte!\u201d rief, und noch bei vielen anderen Gelegenheiten.<br>Ich umarme Dich, liebe Claudia!<br>Und herzliche Gr\u00fc\u00dfe Gianni, den T\u00f6chtern und Enkeln!<br>Dein Andreas<br>PS: Ania ist noch in der Staatsbibliothek; sicher wird sie sich melden.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Hazel<\/strong><br>Liebe Claudia,<br>Du hast uns eine traurige Nachricht geschickt. Sie kam f\u00fcr uns sehr unerwartet, da wir nichts von Peters letzter schweren Krankheit wussten. Wir w\u00fcrden auch gerne mehr dar\u00fcber erfahren.<br>Wir hatten ja Mitte\/Ende September zuletzt per E-Mail miteinander&nbsp;Kontakt, und Ende September&nbsp;hat Herr Elstermann mit ihm \u00fcber den Muck korrespondiert, er schw\u00e4rmte von Peters \u201cso klarsichtigen, geschliffenen Mails\u201d.<br>Nun gehen unendlich viele Erinnerungen durch meinen Kopf, bei Julian, Benjamin und Sebastian ebenso.<br>Sch\u00f6ne und fr\u00f6hliche Geschichten kommen sp\u00e4ter \u2013 Deine Nachricht und unsere Trauer \u00fcber das Vergangene m\u00fcssen erstmal in unseren K\u00f6pfen und Herzen verarbeitet werden.<br>Liebe Gr\u00fc\u00dfe von der ganzen Familie,<br>Hazel<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Marlene<\/strong><br>Liebe Claudia,<br>ich habe lange \u00fcberlegt, was ich dir sagen k\u00f6nnte, aber es ist mir nichts eingefallen, das sich in Worte fassen lie\u00dfe. Wenn ich ein Bild malen k\u00f6nnte, dann w\u00fcsste ich sehr genau, wie es aussehen w\u00fcrde, aber leider kann ich nicht malen. Auch ein Klavierst\u00fcck habe ich im Kopf, das gleichzeitig das noch ungeborene Kind mit Sonnenstrahlen umh\u00fcllt und deinem Vater einen warmen H\u00e4ndedruck mit auf den Weg gibt. Aber leider kann ich auch nicht komponieren.<br>Ich kann dich nur von ganzem Herzen umarmen und dir danken, dass du mich hast teilnehmen lassen an diesem intensiven Moment. Und auch an dem literarischen Wunder. Am Geburtstag meiner Tochter erf\u00e4hrt deine Tochter, ob sie ein M\u00e4dchen oder einen Jungen haben wird. Ist kein Unterschied, wird immer ein Podehl-Kind sein und die Gene deiner&nbsp;herrlichen italienischen Familie in sich tragen. Ein ausgesprochenes Privileg.<br>Alles Gute<br>Marlene<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Gerd<\/strong><br>Liebe Claudia,<br>hier die kurze Pressemitteilung, die ich vor allem an den VDP (Verband Deutsche Puppentheater) und die UNIMA geschickt habe. Beide Vereinigungen werden die traurige Nachricht in die Szene hineintragen.<br>Ein herzlicher Gru\u00df,<br>Gerda<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Friederike<\/strong><br>Liebe Claudia,<br>ich bin echt froh, peter getroffen zu haben, der mir vor gemacht hat, wie quicklebendig und ewigneugierig und liebenswert-direkt man\/frau sein kann! Es war sch\u00f6n, dass ihr alle im sommer hier bei mir gewesen seid und peter diese letzte rundtour erm\u00f6glicht habt. Leben kommt und leben geht \u2013 was f\u00fcr ein trockener spruch, aber ich freue mich sehr f\u00fcr eure sippe, dass sie so wunderbar nachspriesst und gr\u00fc\u00dfe bitte ganz viel herzlich deine m\u00e4dels und gianni! Und dich dr\u00fcck ich ganz fest und warm und freue mich, wenn ich mal wieder zu euch kommen darf und wir uns wiedersehen. Jetzt bist du die seniora von der linie deiner familie her und du bist eine wunderbare frau, die eine tolle famiglia hat.<br>Herzlichst,<br>deine friederike mit niklas &amp; &nbsp;lisa<br>friederike winter<br>evangelisches pfarramt der kirchengemeinden neu zittau und spreenhagen<br>kk f\u00fcrstenwalde-strausberg<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Ania<\/strong><br>Liebe Claudia,<br>auch ich hoffte, dass wir Peter bald in Mandela wiedersehen werden, er war im Sommer in Bayrischzell so gut beieinander und wirkte sogar ges\u00fcnder als bei unserem vorigen Besuch bei Euch vor zweieinhalb Jahren! \u2026<br>Aber ich muss mich freuen, dass ich ihn \u00fcberhaupt kennengelernt habe! Das habe ich nat\u00fcrlich Andreas zu verdanken. Peter war f\u00fcr uns beide ein sehr lieber Freund und wunderbarer Kamerad. Wie sch\u00f6n waren unsere Kaffeestunden in der Aretinstra\u00dfe oder bei uns, manchmal sogar nur bei mir, denn Andreas war oft verhindert als es gerade Kammerkonzerte beim Herrn Buhl in Grafrath gab, dann sind Peter und ich (einmal auch mit Siegfried) eben allein hingefahren. Und einmal habe ich auch Peter um die Begleitung ins Theater gebeten, als Andreas wieder einmal nicht konnte, ich wei\u00df nicht mehr, was es f\u00fcr St\u00fcck war, aber ich wei\u00df, das Peter mich mit dem Auto abgeholt hat und es war f\u00fcr uns beide ein sehr sch\u00f6ner Abend.<br>Kennengelernt habe ich Peter zusammen mit Thomas und Hazel im M\u00e4rz 2001 am Flughafen in Malaga. Wir haben damals eine wunderbare lustige und anregende Woche im sonnigen Spanien verbracht und ich freue mich sehr, dass ich Peter noch in seinen besten Jahren kennenlernen durfte; noch ganz gesund und unternehmungslustig. Es war so sch\u00f6n mit ihm zu sein, ich habe seine Art sehr gemocht und mich mit ihm immer gut gef\u00fchlt. Ich glaube, er hatte mich auch gern! Ich wei\u00df noch, wie er es mochte, wenn er zu uns zu Besuch kam, und ich gleich bei Begr\u00fc\u00dfung sein unvollkommen eingecremtes Gesicht sehend, ihm, ohne ihn zu fragen, alle wei\u00dfen Niveaflecken auf der Haut richtig eincremte \u2013 das hat ihn sehr am\u00fcsiert und bei den n\u00e4chsten Besuchen hat er richtig darauf gewartet! Ich werde mich immer an viele lustige Situationen erinnern, die wir mit ihm erlebt haben, denn Eure Familie ist wirklich so unkonventionell und wunderbar spontan, wie Peter und Charlotte (die ich leider nur aus Erz\u00e4hlungen kenne) Euch allen Vorbild waren.<br>Das letzte Mal haben wir ihn in Bayrischzell erlebt, er hat uns in sein Lieblingscafe so gener\u00f6s eingeladen, wie nie jemand zuvor \u2013 dieses f\u00fcrstliche Labsal war also zum Abschied hier auf dieser Welt\u2026 Aber wer wei\u00df, vielleicht begegnen wir uns einmal woanders?!<br>Danke Peter! Es war so sch\u00f6n mit Dir!<br>In herzlicher Verbundenheit<br>Ania<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Nele<\/strong><br>Liebe Claudia,<br>wie dankbar bin ich, dass Peter&nbsp;im Mai uns noch so wunderbar etwas aus seinem Lebenswerk vorgestellt hat, Aus dem B\u00fccherschrank geholt und das Max Frisch filmische Interview.<br>In Bayrischzell<br>Wir hatten noch eine sehr sch\u00f6ne Zeit zusammen, das Bild sagt ja einiges aus\u2026Der Schalk &nbsp;ist auch noch da.! Was f\u00fcr ein wundervoller Mensch war er doch und wieviele hat er bezaubert mit seinem Esprit, Klugheit und seiner Menschlichkeit. Ich umarme Dich und Gianni und w\u00fcnsche Euch von Herzen Kraft &nbsp;diese Leer-Zone zu \u00fcberwinden mit der Zeit. Wie gut, dass die Enkelchen das Leben volle Pulle weiter gehen lassen und Ihr als Gro\u00dfeltern doch sehr gefragt seid<br>Alles Liebe<br>Nele<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Klaus<\/strong><br>Hallo Frau Podehl,<br>zum Tod Ihres Vaters darf ich Ihnen mein aufrichtiges Mitgef\u00fchl aussprechen. In Dankbarkeit denke ich an einen wundervollen Menschen zur\u00fcck und erinnere mich gerne an die wenigen, aber immer sehr herzlichen Stunden in seinem Hause. Ich habe selten einen Menschen getroffen, der so aktiv und voller Tatendrang bis ins hohe Alter war.<br>Sie fragen nach fr\u00f6hlichen Geschichten. Da kann ich leider nicht allzu viel beitragen, bis auf die Tatsache seiner permanenten Hassliebe gegen\u00fcber seinem Computer. Er wusste, dass er dieses \u201eDing\u201c braucht, um seine Texte zu verfassen oder Emails zu versenden, aber das \u201eDing\u201c tat nicht immer das, was er wollte. Und so war es nicht verwunderlich, dass ich das eine oder andere Mal bei ihm war, um dem \u201eDing\u201c wieder auf die Spr\u00fcnge zu helfen. Einige Male fragte er auch nach einem Ger\u00e4t, was intelligenter und einfacher zu bedienen ist. Jedoch mit erstaunlicher Konsequenz hat er seinem Computer immer wieder seine Gedanken anvertraut und sehr viel geschrieben. Einiges davon durfte ich lesen und war jedes Mal erfreut \u00fcber den Stil und die Feinf\u00fchligkeit seiner Worte.<br>Irgendwie habe ich seinen Tod geahnt, da ich in der letzten Woche mehrfach an Ihren Vater und unser Zusammentreffen in seinem Haus hier in M\u00fcnchen gedacht habe. Warum wei\u00df ich nicht, aber es gab von Anfang an eine nicht zu beschreibende Vertraulichkeit zwischen ihm mir. Ich bin sehr dankbar, diesen wundervollen Menschen kennen zu d\u00fcrfen.<br>In Gedanken noch ganz bei Ihrem Vater<br>Klaus Kohlsch\u00fctter<br>Dr. Kohlsch\u00fctter Consulting<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Hermann y Eva<\/strong><br>Es war sch\u00f6n Peter bei Eurem Besuch in Buenos Aires nochmal gesehen zu haben :<br>Ein ruhiger, gestandener Mann, der viel erlebt und beobachtet hat,&nbsp;der nicht mehr als das Notwendige sprach \u2013 aber dessen Geist eine staendige Aktivitaet&nbsp; wahrnehmen liess &#8211;&nbsp;dies ist jetzt meine Erinnerung an ihn.<br>Denn&nbsp;als ich ihn und Charlotte kennen lernte, war ich gerade 15 Jahre alt (1956 ! )<br>Und zwar war das in der Aretinstr 6.&nbsp; Ich glaube ich erw\u00e4hnte es mal, dass er mir in M\u00fcnchen die Filmstudios &nbsp;der ( Bavaria ? ) gezeigt hat, mit allen m\u00f6glichen&nbsp; bestehenden Filmkulissen, was mich nat\u00fcrlich sehr beeindruckt hat.<br>Besos y abrazos,<br>Hermann y Eva<br>Kinder :Fveteran<br>Martin,&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; in Argentina<br>Malvina,&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; in Zimbabwe<br>Valentina,&nbsp;&nbsp; in Paris<br>Lorena,&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; &nbsp;in Barcelona und Berlin<br>Enkelkinder :<br>Leider noch keine<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Tom<\/strong><br>Liebe Claudia Podehl,<br>Ihre so traurige Nachricht hat mich endlich nach&nbsp;vielen Umwegen in meinem neuen Zuhause erreicht.<br>Peter lebt nicht mehr\u2026 Wir waren Freunde \u2026<br>Ich erinnere mich genau: 1940 waren Peters Vater (Filmproduzent) und mein Vater (Filmregisseur) im Berliner Renaissance-Theater verabredet, um sich das dortige St\u00fcck anzusehen, aus dem sie einen Film zu machen gedachten. Beide&nbsp;brachten ihre S\u00f6hne mit. Wir waren gleich alt, hatten beide gerade das Abitur gemacht (Peter an der Berliner Rudolf-Steiner-Schule \u2013 ich im Internat \u201cSchondorf am Ammersee\u201d) , wir hatten beide gleiche Interessen,\u201d schriftstellerten\u201d beide (Peter eher philosophisch, ich eher oberfl\u00e4chlich) und wollten beide Regisseur werden. Wir beantragten dann beide die Aufnahme an der Schauspielschule des Deutschen Theaters \u2013 und wurden aufgenommen. Unsere Freundschaft wurde enger und ich lernte auch einen Teil von Peters&nbsp;Freundeskreis kennen -. Unsere gemeinsamen Interessen gingen so weit, dass wir vor\u00fcbergehend sogar ein bisschen in das gleiche M\u00e4dchen verliebt waren \u2013 was unserer Freundschaft keinen Abbruch tat.<br>Dann zog Peter mit seinen Eltern nach Wien, wo er weiterhin auf die Schauspielschule ging. Und so begann einen Freundschaft mit Unterbrechungen, weil wir beide durch unseren Regieberuf immer wieder an verschiedenen St\u00e4dten besch\u00e4ftigt waren.<br>Peters erstes Drehbuch \u2013 \u201cDer kleine Muck\u201d nach dem M\u00e4rchen von Hauff, von Staudte verfilmt &#8211;&nbsp;wurde ein gro\u00dfer Erfolg bei Gro\u00df und Klein \u2013 und mein erstes Drehbuch, das ich selbst verfilmte, \u201cP\u00fcnktchen und Anton\u201d nach dem Kinderbuch von Erich K\u00e4stner, wurde ein ebenso gro\u00dfer Erfolg bei Klein und Gro\u00df.<br>Peter wurde dann Spezialist f\u00fcr Kinderfilme beim WDR. Und einmal holte er mich auch nach K\u00f6ln, wo ich eine Folge seiner Serie \u201cLemmie und die Schm\u00f6ker\u201d drehte.<br>Zuletzt wohnten wir in M\u00fcnchen nah beieinander \u2013 meine Harthauserstra\u00dfe war nur 10 Minuten von der Aretinstra\u00dfe entfernt. Und so trafen meine Frau und ich uns ab und zu mit Charlotte und Peter und erlebten dort auch turbulente Geburtstagsfeste.<br>Wie gesagt, es war eine Freundschaft, die aus beruflichen Gr\u00fcnden oft getrennt war \u2013 aber es blieb eine <strong>Freundschaft<\/strong>.<br>Und ich werde immer in Freundschaft an ihn denken.<br>Thomas Engel<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Marlies<\/strong><br>Liebe Claudia!<br>Wie nah doch oft die Dinge im Leben gemischt sind. Sie haben das sehr eindringlich beschrieben und ich darf Ihnen meines Beleids versichern.<br>Die Trauer ist beherrschend wie das Gl\u00fcck und so hoffe ich Ihnen wird aus dem Gl\u00fcck auch der Trost erwachsen.<br>Mit guten W\u00fcnschen<br>Marlies Ludwig<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Karin<\/strong><br>Liebe Claudia<br>von Nele h\u00f6rte ich die traurige Nachricht&nbsp;: Peter ist gestorben \u2013 es war ja zu bef\u00fcrchten, und doch war er im Mai noch so gegenw\u00e4rtig und liebenswert mit seinem Schalk im Auge, dass der Gedanke an ein baldiges Ende doch wieder weiter weg r\u00fcckte. Wie wohl seine letzten Monate f\u00fcr ihn \u2013 und f\u00fcr Euch \u2013 gewesen sind? Du wirst sicher viel Zeit um ihn verbracht haben, oder? Ich denke, dass es f\u00fcr ihn ein gro\u00dfes Gl\u00fcck war, dass Ihr ihn zu Euch geholt hattet \u2013 und er nicht in irgend einem Heim verbracht hat.<br>..<br>Ich denke an Euch beide und hoffe, dass Ihr mit guten Gef\u00fchlen in Euer Haus zur\u00fcckkehren werdet, in dem nun Euer Peter fehlen wird.<br>Herzliche Gr\u00fc\u00dfe auch an Gianni<br>Karin<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Maddalena<\/strong><br>Liebe Claudia, wir waren den ganzen Oktober in Italien und haben Ihre Nachricht erst sehr sp\u00e4t erhalten. -Ich bin in dem Alter, in dem mich solche Nachrichten schon sehr treffen. Es ist so, als ob ein Teil meiner Vergangenheit ausgel\u00f6scht w\u00fcrde. Es gibt nur zwei M\u00f6glichkeiten, entweder man erlebt es, dass gute Freunde von einem gehen, oder man geht selber fr\u00fchzeitig. \u2013 Es ist mir also nicht danach, heitere Geschichten zu erz\u00e4hlen, ich kann nur sagen, wir haben wunderbare, interessante und am\u00fcsante Abend bei unserem Jour Fixe durch das Wissen und die Vortragskunst&nbsp; von Peter und auch Charlotte erleben d\u00fcrfen. Das manchmal improvisierte Ping Pong spiel zwischen den beiden, wenn mal etwas nicht ganz so lief wie es sollte, war allein schon einen Abend wert.- Der einzige Trost ist, dass er bei Euch sehr gut aufgehoben war und hoffentlich nicht sehr leiden musste. Einen anderen gibt es nicht.- Jetzt seht nach vorn und freut Euch auf den neuen Erdenb\u00fcrger.<br>Mit ganz lieben W\u00fcnschen<br>Eure Maddalena Kerrh<\/p>\n\n\n\n<p>One Response to \u201cSagten die anderen \u00fcber ihn\u201d<br><strong>Manuela<\/strong> scrive:<br><a href=\"https:\/\/www.webaid.it\/lebenslauf\/sagten-die-anderen-uber-ihn\/#comment-22\">14\/09\/2011 alle 08:08<\/a>&nbsp;&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.webaid.it\/wordpress\/wp-admin\/comment.php?action=editcomment&amp;c=22\">(Modifica)<\/a><br>Wie sch\u00f6n solche Geschichten zu h\u00f6ren wie es bei Dreharbeiten zuging und wie er mit den Akteuren umgegangen ist. Es h\u00f6rt sich wie ein St\u00fcck Familie an. Und es ist sch\u00f6n, dass wir im Sommer 2004 auch kurz an diesem \u201cFamilienleben\u201d dran teilnehmen durften. Wir das hei\u00dft \u201cDie Spencer Community\u201d. Es ist f\u00fcr mich auch nach sieben Jahren immer noch ein unvergesslicher und unbeschreiblicher Tag. Ich habe jede Sekunde noch vor Augen. Alles was uns Herr Podehl erz\u00e4hlt hat. An diesem Abend bekam ich auch ein Autogramm von ihm. Das ich in Ehren halte! Ich wei\u00df noch, er hat damals gesagt dass er lange Zeit nicht wusste was meine Signatur im \u201cHallo Spencer\u201d-Forum zu bedeuten hat. Bis ihm dann einfiel: Ach ja, \u2018Danke danke Fans, ich wei\u00df dass ich gut bin\u2019 sagt Quietschbeu Karl Gustav in der Folge \u201cFerienzeit\u201d. Herr Podehl war ein toller Mann der viele Kinder und auch Erwachsene gl\u00fccklich gemacht hat. Danke, Peter!<\/p>\n\n\n\n<p><br><strong>Armin Maiwald:<\/strong> <br>\u201cMacht doch was ihr wollt\u201d<br>Ich war eine ganze Weile Assistent bei ihm, sp\u00e4ter dann \u201aKollege\u2019, abwechselnd in der Regie haben wir ja dann zusammen die ersten Folgen von \u201eHallo Spencer\u201c gemacht.<br>Und obwohl wir ziemlich lange zusammen gearbeitet und uns wirklich gut verstanden haben, ist es nie zu einem vertraulichen \u201eDu\u201c gekommen. Was in diesem Beruf schon ziemlich selten ist. Bei den meisten Produktionen duzt man sich nach allerk\u00fcrzester Zeit. Da ist es fast schon \u201aanr\u00fcchig\u2019, wenn jemand mit \u201eSie\u201c angesprochen wird. Da denkt man unwillk\u00fcrlich: jetzt ist \u00c4rger im Busch.<br>Ich kann mich \u00fcber die ganze Zeit aber an niemanden erinnern, mit dem sich Peter Podehl geduzt h\u00e4tte. Andererseits haben ihn alle ausnahmslos aber auch immer respektvoll mit \u201eHerr Podehl\u201c angeredet. Nicht mal zwischen Peter Ren\u00e9 K\u00f6rner und ihm gab es das. Dabei haben die beiden doch unendlich viele Sendungen gemacht.<\/p>\n\n\n\n<p>Eine Winzigkeit, die h\u00e4ufig vorkam, ist mir noch in Erinnerung geblieben:<br>Das meiste war damals \u201alive\u2019 oder wurde wie \u201alive\u2019 aufgezeichnet. Das Schneiden der Magnetaufzeichnungen war zu Anfang gar nicht so einfach. Es gab also die Stellproben mit der Kamera, dann die Durchlaufproben und schlie\u00dflich wurde dann aufgezeichnet. Und wie immer kamen kurz vor der Aufzeichnung noch Leute und wollten etwas \u00e4ndern, am Licht, am Ton, am Kost\u00fcm, an was auch immer.<br>Peter Podehl h\u00f6rte sich das alles geduldig an, entschied dies und jenes bei den ersten 5, 6 \u00c4nderungsvorschl\u00e4gen oder W\u00fcnschen. Irgendwann schien er es aber dann dicke zu haben, dann sagte er nur noch: Ach, macht doch, was Ihr wollt. Und verzog sich in den Regieraum. Dann war Ruhe im Karton. Manchmal, heute, wenn mir bei einer Produktion der Boden unter den F\u00fcssen brennt, f\u00e4llt mir das wieder ein, und es ist auch schon vorgekommen, dass ich plagiiert und selbst gesagt habe: Dann macht doch, was Ihr wollt.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Claudia an Armina Maiwald:<\/strong><br>Die Sache mit dem DU scheint irgendwie \u00fcberall ein Thema gewesen zu sein.<br>Mein Vater erz\u00e4hlte mir mehrmals die Geschichte vom Spencer-Team, wo er alle mit du anredete, und alle mit Sie konterten. Das st\u00f6rte ihn schon ein bisschen, aber es schien irgendwie auch nicht m\u00f6glich, das zu \u00e4ndern.<br>Er sprach dar\u00fcber auch mit meinem Bruder, der dann sagte: \u201cDas musst du akzeptieren, das ist ihre Art der Achtung und der Liebe zu dir.\u201d Und so blieb es dann.<br>Ich geh\u00f6re eher zu den unkomplizierten Italienern, die auch selten Sie zueinander sagen, weshalb ich ziemlich bald alle Spencers ohne gr\u00f6\u00dfere Formalit\u00e4ten geduzt habe. In diesem &nbsp;Sommer in Berlin trafen wir uns mit Achim und Lorenz, und da kam dann das du auch zu meinem Vater problemlos \u00fcber die Lippen.<\/p>\n\n\n\n<p>Und eine Frage: Kam es denn dann, wenn er sagte: &#8220;macht doch alle was ihr wollt&#8221;, zu einer sendereifen Aufzeichnung?<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Armin Maiwalds Antwort:<\/strong><br>Nat\u00fcrlich kam es dann zu einer sendereifen Aufzeichnung, jedenfalls wenn nicht eine Riesenpanne passierte und jemand mit der Kamera in die Dekoration knallte. Nein, der Spruch hatte etwas Sonderbares: man wusste nie so ganz genau, sollte das jetzt ein Scherz sein oder war das ernst gemeint. Irgendwie war es f\u00fcr alle ein Signal: So, jetzt ist Schluss mit lustig und mit \u00c4nderungen, jetzt wird das so gemacht, wie bis hierher geprobt. Jedenfalls zogen dann alle den Schwanz ein, trollten sich, und wenn noch unbedingt was ge\u00e4ndert werden musste (z.B. am Licht), dann taten sie das, ohne ihn weiter zu nerven.<\/p>\n\n\n\n<p>Und noch mal zum \u201aDu\u2019: Bei \u201aSpencer\u2019 zum Beispiel hat er ja h\u00e4ufig gesagt: \u201eDu, Poldi, mach das doch ein bisschen weiter rechts\u201c, wobei er damit die Figur und nicht die Person des Spielers ansprach. Ich glaube, so haben die das auch verstanden. Auch bei \u201aKasper und Ren\u00e9\u2019 war das so. Und ich glaube, das \u201eHerr Podehl\u201c war sicher eine Art Ehrfurcht im guten Sinne, er strahlte einfach eine Autorit\u00e4t aus, die jeder akzeptierte.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Pressemitteilung<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Schauspieler, Autor und Regisseur Peter Podehl gestorben<\/strong><br>Peter Podehl (*3. Januar 1922) ist tot. Der Schauspieler, Autor und Regisseur verstarb am Donnerstag, den 7. Oktober 2010 im Kreis seiner Familie in Italien. \u201cEr ist so gegangen, wie er gelebt hat \u2013 ruhig und gelassen\u201d, teilte seine Tochter Claudia mit. Die Trauerfeier hat bereits stattgefunden.<br>Podehl zeichnete als Autor und Regisseur an zahlreichen Fernsehfilmen und -serien mit, unter anderem an den Puppenspielformaten \u201cHase C\u00e4sar\u201d, \u201cKasper und Ren\u00e9\u201d, \u201cLemmi und die Schm\u00f6ker\u201d und \u201cHallo Spencer\u201d. Mit Peter Podehl starb einer der letzten Pioniere des Fernsehpuppenspiels und ein wichtiger Wegbereiter f\u00fcr unsere Kunst in den Massenmedien. Sein Wirken hat dem Puppenspiel in den 60er und 70er Jahren einen enormen Aufwind verliehen.<br><strong><em>Weitergehende Informationen \u00fcber das Leben und Werk Podehls bieten Wikipedia und die Homepage des K\u00fcnstlers, <\/em><\/strong><a href=\"http:\/\/www.stadtroman.de\/\"><strong><em>www.stadtroman.de<\/em><\/strong><\/a><strong><em>.<\/em><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Gerd J. Pohl<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Theater im Puppenpavillon &amp; Piccolo Puppenspiele<br>K\u00fcnstlerische Leitung: Gerd J. Pohl<\/strong><br>Postanschrift: Kaule 36, 51429 Bergisch Gladbach<br>Besucheradresse: Am Pangenfeld \/ Schulhof, 51429 Bergisch Gladbach<br>Tel.: 02204 \/ 54 636 (Puppenpavillon) und 987 340 (Gerd J. Pohl)<br>FAX: 02204 \/ 52 162<br>Email: <a href=\"mailto:info@puppenpavillon.de\">info@puppenpavillon.de<\/a> &amp; <a href=\"mailto:pohl-und-piccolo@hotmail.de\">pohl-und-piccolo@hotmail.de<\/a><br><a href=\"http:\/\/www.puppenpavillon.de\/\">www.puppenpavillon.de<\/a> &amp; <a href=\"http:\/\/www.piccolo-puppenspiele.de\/\">www.piccolo-puppenspiele.de<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>*** Sagten die anderen \u00fcber ihn *** Nach Peters Tod bat ich alle, mir sch\u00f6ne und lustige Erinnerungen an ihn zu schicken. Hier die Antworten (aus dem Jahr 2010).(Das 3. Enkelchen, von dem da \u00f6fters die Rede ist, hei\u00dft Bianca. Sie kam am 1. Mai 2011 auf die Welt.) 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