{"id":2255,"date":"2023-10-06T17:46:41","date_gmt":"2023-10-06T17:46:41","guid":{"rendered":"https:\/\/peterpodehl.com\/?page_id=2255"},"modified":"2026-02-19T12:00:31","modified_gmt":"2026-02-19T12:00:31","slug":"angela","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/webaid.it\/?page_id=2255","title":{"rendered":"Angela"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"has-text-align-center\"><a href=\"https:\/\/webaid.it\/?page_id=958\">Peters kleine Geschichtchen<\/a><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading has-text-align-center\">ANGELA<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\">Idee zu einer Filmkom\u00f6die<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\">von<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\">Peter Podehl<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\">\u00a9<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-left\">Fast jeden Abend kommt Angela sp\u00e4t von der Vorstellung nach Hause. Sie ist T\u00e4nzerin am st\u00e4dtischen Opernhaus, blond, ein wenig herb, von naiver Schlagfertigkeit und bezaubernder Originalit\u00e4t. Im Laufe der Geschichte wird sie ihren 17. Geburtstag feiern.<\/p>\n\n\n\n<p>Fast jeden Abend grault sich Angela ein wenig vor dem einsamen, dunklen St\u00fcck ihres Nachhauseweges von der Haltestelle bis zur Wohnungst\u00fcr.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Seitdem sie aber wei\u00df, dass jeden Abend ein Polizist auf seinem Streifengang denselben Weg geht,&nbsp; benutzt sie regelm\u00e4\u00dfig dieselbe Stra\u00dfenbahn, um im Schutze der Uniform, etwa 10 Schritte vorneweg, den nunmehr gefahrlosen Nachhauseweg anzutreten.<\/p>\n\n\n\n<p>Ihre Fortbewegungsart dabei mit &#8220;gehen&#8221; zu bezeichnen, w\u00e4re nicht ganz richtig. Angela ist tanzbesessen, und der Polizist geht streifenm\u00e4\u00dfig langsam. Was Wunder, dass Angela auf dem Nachhauseweg ab und zu <em>exercises<\/em> macht, diesen <em>pas<\/em> oder jene Passage \u00fcbt.&nbsp; Die verr\u00fcckte Passantin ist f\u00fcr den Polizisten eine bezaubernde Abwechslung und ihr Nachhauseweg wird f\u00fcr ihn bald zur freundlichen Gewohnheit.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Eines Abends h\u00f6rt man aus einem Keller einer Villenruine so verd\u00e4chtige Ger\u00e4usche, dass der H\u00fcter der Ordnung seines Amtes walten muss. Aber statt eines Verbrechers findet man den abgetaktelten Musical-Clown Quis-Quis, der sich da h\u00e4uslich eingerichtet hat.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>So kommen Polizist und T\u00e4nzerin ins Gespr\u00e4ch. In Angela erwacht die allererste gro\u00dfe Liebe, der Polizist denkt und f\u00fchlt nichts dergleichen, obwohl ihm die kleine Person ausgesprochen sympathisch ist.&nbsp; Sie schenkt ihm eine Freikarte f\u00fcr den Ballettabend und l\u00e4dt ihn zum Geburtstag ein, zu dem auch Quis-Quis gebeten wird.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Angela hat eine \u00e4ltere Schwester, Katja, und einen j\u00fcngeren Bruder, Lorenz. Die Mutter lebt nicht mehr, der Vater ist noch in Russland. Maddel, eine Schwester vom Roten Kreuz, nahm sich ohne gro\u00dfe Umschweife der Kinder in der schlimmen Zeit an und wurde so ein St\u00fcck junge Mutter oder alte Schwester. Man lebt in allerbestem Einvernehmen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Auf der Geburtstagsfeier &#8211; man ist im Kost\u00fcm &#8211; flirten Katja und der Polizist, der \u00fcbrigens Gabriel hei\u00dft, miteinander, durchaus in Grenzen und harmlos. Aber f\u00fcr Angela ist es ein furchtbarer Schlag. Ohne Mantel \u00fcber dem Kost\u00fcm l\u00e4uft sie in den n\u00e4chtlichen Nieselregen.<\/p>\n\n\n\n<p>Am selben Abend ist ihr Vater aus Russland zur\u00fcckgekommen, ein sehr patenter alter Herr, ganz milit\u00e4risch unbelastet und g\u00fctig. Und kaum angekommen begegnet ihm auf der Stra\u00dfe ein junges M\u00e4dchen im Phantasiekost\u00fcm, so dass er glauben muss zu tr\u00e4umen, bis ihm klar wird, dass er vor seiner Tochter steht.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Alle Liebe, die Angela glaubt, an Gabriel verschwendet zu haben, wirft sie nun auf den Vater, der sich kaum zu retten wei\u00df. Er muss in jede Vorstellung, wo sie einen Piep zu tanzen hat, er muss Ausfl\u00fcge mit ihr machen und dergleichen. Gabriel ist im Ungewissen. Die abendlichen Nachhausewege fallen aus. Sein Gewissen f\u00fchlt er eigentlich nicht belastet, aber irgendwann glaubt er doch, dass er etwas gutzumachen hat. Bei Quis-Quis lernt er Mundharmonika, denn&nbsp; die w\u00e4re dann Angela auf dem Nachhauseweg eine angemessene Begleitung.<\/p>\n\n\n\n<p>Da sieht er Angela nach langer Zeit wieder einmal aus der Stra\u00dfenbahn steigen. Aber sie wird abgeholt von einem Mann, der sie z\u00e4rtlich begr\u00fc\u00dft. Daraufhin schmei\u00dft Gabriel seine Mundharmonika weg und l\u00e4sst den neuen Dingen etwas missmutig seinen Lauf.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Aber die Entt\u00e4uschung, die Angela auf diesem Nachhauseweg bereitet wird, ist noch gr\u00f6\u00dfer. Der Vater und Maddel werden heiraten. Dieser Entschluss ist in aller Stille gereift. Angela muss erkennen, dass sie die Liebe zu einem jungen Polizisten, auch wenn sie entt\u00e4uscht wurde,&nbsp; nicht einfach auf einen heimgekehrten Vater \u00fcbertragen kann.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Lorenz hilft ihr, zu dieser Erkenntnis zu kommen und bestellt ihr die Gr\u00fc\u00dfe von Gabriel, die er f\u00fcr sie seit einigen Wochen aufgehoben hatte. Er rennt auch aufs Revier, um Gabriel Bescheid zu sagen, dass nach seinem Daf\u00fcrhalten die Begleitung nun wieder erw\u00fcnscht ist.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Gabriel kauft eine neue Mundharmonika, und seine zweifache Begleitung als Besch\u00fctzer und Musikante wird am Abend so dankbar zur Kenntnis genommen, dass Angela den ganzen Nachhauseweg tanzt, bis Geschichte, Musik und Tanz in C-Dur enden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-right\">\u00a9 Peter Podehl<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/webaid.it\/?page_id=958\">Peters kleine Geschichtchen<\/a><\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/webaid.it\/?page_id=610\">Nur Einer!<\/a>  <\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/webaid.it\/?page_id=955\">Drei Kilo Zucker<\/a> <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Peters kleine Geschichtchen ANGELA Idee zu einer Filmkom\u00f6die von Peter Podehl \u00a9 Fast jeden Abend kommt Angela sp\u00e4t von der Vorstellung nach Hause. 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