{"id":2900,"date":"2024-05-20T15:34:21","date_gmt":"2024-05-20T15:34:21","guid":{"rendered":"https:\/\/peterpodehl.com\/?page_id=2900"},"modified":"2025-08-16T05:12:48","modified_gmt":"2025-08-16T05:12:48","slug":"wenn-peter-podehl-an-die-kinder-denkt","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/webaid.it\/?page_id=2900","title":{"rendered":"Wenn Peter Podehl an die Kinder denkt"},"content":{"rendered":"\n<p><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\">***<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading has-text-align-center\">Wenn Peter Podehl an die Kinder denkt &#8230;<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\">***<\/p>\n\n\n\n<p>Kinder verkohlen war nicht Peter Podehls Ding. Er nahm sie ernst. 50 Jahre lang im deutschen Kinderfernsehen.<\/p>\n\n\n\n<p>Hier einige Ausz\u00fcge aus Briefen, Vortr\u00e4gen, Anweisungen ans Team, Aufzeichnungen f\u00fcr seine Drehb\u00fccher. Die Seite werde ich st\u00e4ndig erweitern, denn ich w\u00fchle immer noch viel und finde viel. Komm also \u00f6fters mal wieder.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-right\">Claudia Podehl<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\">***<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Sprache<\/strong><br><em>(an der Dolmetscher- und \u00dcbersetzeruniversit\u00e4t Rom)<\/em><br>Ich war nie Deutschlehrer und wollte auch nie einer sein. Aber wenn ich Texte f\u00fcr Kinder schrieb, dann achtete ich doch sehr auf gutes Deutsch. Und wenn es nicht in Ordnung war, dann sollte es korrigiert werden.<br>Der Jungdrache Poldi ist der j\u00fcngste in der Dorfgemeinschaft. Er geht in die Jungdrachenschule und verwechselt permanent den Dativ Dir mit dem Akkusativ Dich. Keine Angst!: Ich kehre jetzt nicht den Grammatikpauker raus. Was ist denn ein Pauker? Sch\u00fclerslang f\u00fcr Lehrer, etwas veraltet. Keine Angst also, ich will jetzt nicht \u00fcber Personalpronomen referieren. Und ich unterstelle, dass auch Sie als italienische Dolmetscherstudenten zuweilen ihre liebe Not mit Mir und Mich haben. H\u00f6ren Sie zu, wie der arme Jungdrache Poldi von einer Sprachfalle in die n\u00e4chste tappt. Tappen, ziemlich eindeutig ein lautmalendes Wort: Tapp-tapp-tapp. Vorher muss ich noch eine kleine Drohung dieses Poldi erl\u00e4utern: Er sagt immer wieder einen Satz, mit dem er seine Dorfgenossen erschrecken will: \u201aHua, ich bins, Poldi, der sch\u00f6nste Jungdrache der Welt, und ich will dir fressen!\u2018 Wie muss das Personalpronomen richtig hei\u00dfen? Richtig: Ich will dich fressen. Er tut es nat\u00fcrlich nie, aber er droht damit und immer mit dem falschen \u201adir\u2018. Und einmal hat er Angst, wieder falsches Deutsch zu sprechen, da weicht er in die Kindersprache aus und sagt \u201aDa mach ich Happa-happa mit dich.\u2018&nbsp; Und zeigt auf seine Zunge. Wieder falsch, m\u00fcsste Happa-happa mit dir hei\u00dfen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-right\"><em>Aus <a href=\"https:\/\/webaid.it\/?page_id=417\">Deutdsch lernen wie die kleinen Kinder <\/a>&#8211; Dolmetscher- und \u00dcbersetzeruniversit\u00e4t Rom <\/em><\/p>\n\n\n\n<p><strong>&#8220;Moralit\u00e4ten&#8221;<\/strong><br>Die \u201cMoralit\u00e4ten\u201d bei Ordnung, Unordnung, Aufr\u00e4umen m\u00fcssen genau bedacht werden. Jedes Ding hat seine zwei Seiten. O nein, viel mehr!<br>&#8230;<br>Es sei zugestanden, dass Kinder in Vernunftsphasen Einsicht ins Aufr\u00e4umen haben k\u00f6nnen. Dennoch: Aufr\u00e4umen ist Vertreibung aus dem Paradies!<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-right\"><em>aus den <a href=\"https:\/\/webaid.it\/?page_id=2411\">Unfrisierten Gedanken<\/a><\/em><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Krankheit<\/strong><br>Krankheit ist bei Kindern mit Schrecken verbunden, ihn ihnen zu nehmen, k\u00f6nnte ein Ziel der Sendung sein.<br>Gro\u00dfer Bogen. Nach und nach werden alle krank. In den Show-Dekorationen wird eine Quarant\u00e4ne-Station eingerichtet, ein Behelfskrankenhaus. Kasi wird Schwester (Bruder), Spencer macht den Arzt. Am Ende werden die beiden auch krank. Sie rufen Galaktika. Aber die Pointe d\u00fcrfte nicht sein, dass sie sie alle schlagartig gesund macht. Sondern? Sehr theoretisch gesagt, sie bringt ihnen bei, die Krankheit anzunehmen. Vielleicht mit einem Lied, in das dann am Ende alle einstimmen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-right\"><em>aus den Aufzeichnungen zur Hallo-Spencer-Folge <a href=\"https:\/\/webaid.it\/?page_id=2804\">Gesundheit<\/a><\/em><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Das B\u00f6se<\/strong><br>Pluto: mit dessen Erscheinung mich abzufinden mir nach wie vor schwer f\u00e4llt, k\u00f6nnte vielleicht als Anhexer von Krankheiten erscheinen, aber es w\u00e4re nat\u00fcrlich wunderbar, wenn er am Ende auch krank in der Show-Deko l\u00e4ge. Gemieden? Angenommen? Jedenfalls: Problem, Konflikt ist ein kranker kleiner Teufel Pardon: Pluto.<br>&#8230;<br>Ich stelle Bedenken, dass Ansteckung kein Teufelswerk ist, hintan.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-right\"><em>aus den Aufzeichnungen zur<em>Hallo-Spencer-Folge<\/em> <a href=\"https:\/\/webaid.it\/?page_id=2804\">Gesundheit<\/a><\/em><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Krimis<\/strong><br><strong>So, jetzt hole ich mir&nbsp;<\/strong><br>vielleicht ein paar Freunde und Gleichgesinnte, aber jedenfalls viele Feinde ins Nest, wenn ich trompetenlaut verk\u00fcnde, dass ich Krimis abgrundtief hasse, ich finde sie abscheulich, widerw\u00e4rtig, gemein, final, zynisch, zynisch, zynisch.&nbsp;<br>&nbsp;&nbsp; &nbsp; Krimis erziehen zu Misstrauen, L\u00fcge, Argwohn, Hinterh\u00e4ltigkeit, Gewalt&#8230; Sie animieren zur Verschwendung.<br>&nbsp;&nbsp; &nbsp; \u201eMammi, Mammi, warum wird denn bei uns nie geschossen? Und nie liegt &#8216;ne Leiche bei uns rum. Und wann kommt denn mal&#8217;n Kommissar zu uns?\u201c&nbsp;<br>&nbsp;&nbsp; &nbsp; Bitte Liebe statt Mord.<br>&nbsp;&nbsp; &nbsp; Lese von einem franz\u00f6sischen Autor, dessen Bettgenossin (oder wer?) entsetzt w\u00e4re, l\u00e4se sie den Anfang seines neuesten Romans: da werde detailliertest ausgemalt, wie ein M\u00e4dchen mit schier unvorstellbarer Grausamkeit zu Tode gefoltert wird. Ich bin erstmal fassungslos, aber das darf ein Blogger nicht sein.<br>&nbsp;&nbsp; &nbsp; Lese, dass auf den Festplatten sehr vieler Handys (ich wusste noch gar nicht, dass jetzt Handys auch Festplatten haben oder hatten sie die immer schon?, meine Ignoranz in diesem Punkt ist str\u00e4flich), die Jugendlichen geh\u00f6ren, die extremsten Gewaltdarstellungen und h\u00e4rtesten Pornos gefunden wurden. Es ist eine Art von Mutprobe unter den (m\u00e4nnlichen!) Sch\u00fclern geworden, sowas anzuschauen. Und &#8211; &#8211; &#8211; die Polizei ist machtlos, das sei ein rechtsfreier Raum.<br>&nbsp; &nbsp; Lese, dass es einen Wettbewerb f\u00fcr Kinder von 9(!) bis 14 Jahren gibt, den besten Krimi auf drei Seiten zu schreiben.<br>&nbsp; &nbsp; Lese, dass der Mord dazugeh\u00f6rt. Das ist mir das Schlimmste, die Ausl\u00f6schung eines Lebens. Der Schuss in die Brust, k\u00fcrzer als ein Lidschlag. Lese dar\u00fcber hinaus, dass das Morden m\u00f6glichst spielerisch zu geschehen hat, die blaue Zunge beim W\u00fcrgen sei nicht wichtig. Wie \u00fcberaus erfreulich.<br>&nbsp; &nbsp; Gestehe, dass ich \u00f6fter mal h\u00e4ngen bleibe bei einem Krimi, abends im Fernsehen. Nein, lesen tu ich keine.<br>&nbsp;&nbsp; &nbsp; So. Es geschehen weltweit Verbrechen. Doch blo\u00df nicht so tun, als g\u00e4be es irgendwo einen gewaltfreien Raum, bis hin zu der Frage, ob er \u00fcberhaupt erstrebenswert w\u00e4re. Es muss auch m\u00f6glich und erlaubt sein, Verbrechen zu schildern. Was ich einfordere, ist die Krimi-Inflation zu beenden (Donnerstagabend nach dem Krimi Trailer vom \u201aFreitagskrimi\u2018 und gleich darauf Trailer vom \u201aSamstagskrimi\u2018) und ich fordere: Ehrfurcht vor dem Menschenleben und dem Tod. Mehr nicht &#8211; weniger nicht.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-right\">Aus dem (noch unver\u00f6ffentlichten) Blogger 83<br><em>M\u00fcnchen, am Donnerstag, den 20. April 2006, 17 Uhr 30<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Claudia kommentiert<br>Tatsache ist, dass Peter und Gianni einen <a href=\"https:\/\/webaid.it\/?page_id=610\">Kurzfilm<\/a> drehen wollten, in dem Peter den Tod h\u00e4tte spielen sollen. Sie haben viel rumgesponnen, der Tod durfte da drinnen vorkommen, aber ein Toter nicht.<br>Einzig im <a href=\"http:\/\/stadtroman.de\">Stadtroman<\/a> gibt es einen Toten bei einer Schie\u00dferei. Aber ganz pr\u00e4zise tot ist der auch nicht. <\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Das Unheimlich<\/strong>e<br>(<em>In den <a href=\"https:\/\/webaid.it\/?page_id=243\">H\u00f6hlenkindern<\/a><\/em>) <br>Ich habe zwar bedauerlicherweise das MAGAZIN DER WOCHE am 6. Januar nicht gesehen, kann mir aber kaum vorstellen, dass darin f\u00fcr eine v\u00f6llige Eliminierung des Unheimlichen &#8211; dieses Wort von Frau N. stehe hier einmal f\u00fcr den fraglichen Komplex von Begriffen &#8211; aus allen Sendungen f\u00fcr Kinder und Jugendliche pl\u00e4diert wurde. Es st\u00fcnde bei einem solchen Purismus arg um die klassische und moderne Jugendliteratur von den alten M\u00e4rchen bis zu Erich K\u00e4stner und PETER PAN.<br>Man kann nat\u00fcrlich auf dem Standpunkt stehen, dass Kindern jegliche Abbildung des Unheimlichen vorenthalten werden sollte. \u00dcber den Wert solcher Hygiene sind sich allerdings die Gelehrten ja wohl nicht einig; wenn ich recht unterrichtet bin, sind es die modernen Psychologen, die vor einer so rationalen, sterilen P\u00e4dagogik warnen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-right\"><em>Aus der <a href=\"https:\/\/webaid.it\/?page_id=934\">Stellungnahme<\/a> zum Brief von Frau Viktoria von N. vom 6. Januar 1963<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-left\"><strong>Krieg<\/strong><br>Mich auch, ja, ich stamme aus dem ber\u00fcchtigten Jahrgang 1922, den der Krieg so radikal dezimiert hat, und bin manchmal in so einem VW-K\u00fcbel gefahren. Dank meiner sieben Schutzengel habe ich selbst die Mordzeit glimpflich \u00fcberstanden. Aber ringsum war das Grauen doch sichtbar genug. Ich habe gesehen, wie der Blitz in einen Munitionstransport einschlug, habe geh\u00f6rt, wie Hitlers feiger Selbstmord im Radio mit Wagner-Musik zum Heldentod verf\u00e4lscht wurde.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Erlebnisse dieser Art waren es auch, die uns damalige Filmemacher dazu veranlassten, die Handlung, die im Buch DIE H\u00d6HLENKINDER von A. Th. Sonnleitner im 17. Jahrhundert spielt, in unsere Zeit zu transportieren; auch wenn uns das Buch weiterhin als Vorlage f\u00fcr die Verfilmung diente. Der Zeitgenosse Autor konnte 1960 angesichts der vielen Kinderschicksale, Kleine und Kleinste, die ihre Eltern durch die Kriegswirren verloren hatten, nicht anders als von 1944\/45 erz\u00e4hlen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-right\"><em>Aus &#8220;<a href=\"https:\/\/webaid.it\/?page_id=831\">Damals, damals<\/a>&#8221; zur Wiederholung der H\u00f6hlenkinder 198<\/em>3<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><strong><a href=\"https:\/\/webaid.it\/?page_id=2938\">Die Welteroberer<\/a><\/strong> Max &amp; Molly<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Altklug<\/strong><br>Zu wenig Kinder einbezogen. Das Argument, dass dann altkluge Reden rauskommen, sticht nicht, dann kommen eben altkluge Reden raus. Lieber das, als eine wort\u00fcbers\u00e4ttigte Reporterin.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-right\"><em>Kritik an einem Drehbuch mit dem Titel &#8220;Kinder spielen in Deutschland&#8221;<\/em> <\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/webaid.it\/?page_id=2917\">Gedanken zum Hasen C\u00e4sar und zu Kasper und Ren\u00e9<\/a><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>*** Wenn Peter Podehl an die Kinder denkt &#8230; *** Kinder verkohlen war nicht Peter Podehls Ding. Er nahm sie ernst. 50 Jahre lang im deutschen Kinderfernsehen. Hier einige Ausz\u00fcge aus Briefen, Vortr\u00e4gen, Anweisungen ans Team, Aufzeichnungen f\u00fcr seine Drehb\u00fccher. Die Seite werde ich st\u00e4ndig erweitern, denn ich w\u00fchle immer noch viel und finde viel. 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