{"id":3124,"date":"2024-07-02T15:55:37","date_gmt":"2024-07-02T15:55:37","guid":{"rendered":"https:\/\/peterpodehl.com\/?page_id=3124"},"modified":"2026-02-19T12:03:05","modified_gmt":"2026-02-19T12:03:05","slug":"eupa-und-ro-entre-act-1-und-szene-2-bildende-kunst","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/webaid.it\/?page_id=3124","title":{"rendered":"Eupa und Ro &#8211; Entre act 1 und Szene 2 &#8211; BILDENDE KUNST"},"content":{"rendered":"\n<h2 class=\"wp-block-heading has-text-align-center\">***<\/h2>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading has-text-align-center\">Eupa und Ro<\/h2>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading has-text-align-center\">*   <\/h2>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading has-text-align-center\">Ente act 1 und Szene 2<\/h2>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading has-text-align-center\">BILDENDE KUNST <\/h2>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading has-text-align-center\">***<\/h2>\n\n\n\n<p><strong>Entre act 1<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Licht im Abteil, ein eher gem\u00fctliches.<\/p>\n\n\n\n<p>TUTOU holt Schreibpapier aus dem Rucksack, legt es auf das Comics-Buch, nimmt Kugelschreiber, setzt sich und schreibt. Es liegt ein Charme darin, dass er schon unter den Vorbereitungen den Text spricht:<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eLiebe Eltern! So fr\u00fch habe ich euch noch von keiner Reise geschrieben. Es ist die erste Nacht. Aber ich habe nach allem, was los war, keine Lust auf Donald und Goofey. Ich tue sie als Unterlage unter dieses Papier. Es ist tiefe Nacht. Ich kann nicht schweigen, nicht denken, nicht f\u00fcr mich allein sein. Es ist einsam, die n\u00e4chsten M\u00e4dchen sind im Lazarett. Ich sitze allein im Abteil, aber der Zug steht, ob im Stehen geheizt wird, wei\u00df ich nicht. Vor Europa h\u00e4ngt eine dicke Gardine, vor dem afrikanischen Fenster kohlpechrabenschwarze Nacht. Sucht nicht nach Fotos in den Falten des Briefumschlags, \u2013 es liegen keine bei. Es gab so viel zu sehen, dass ich nicht fotografieren konnte.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>\/Etwas Umbaul\u00e4rm hinter dem Vorhang.\/<\/p>\n\n\n\n<p>TUTOU:<br>\u201eH\u00f6rt ihr das?\u201c<br>Er geht zur B\u00fchnenmitte, schaut durch den Vorhang, wird aber gleich wieder vor den Vorhang geschoben. Er zeigt mit dem Daumen nach hinten:<br>\u201eEntr\u00fcstung, echt! Der ganze Ramsch von Ramstein wird verschrottet!\u201c<br>Er geht ins Abteil zur\u00fcck und schreibt weiter, spricht aber schon im Gehen:<br>\u201eDa habe ich geschrieben: H\u00f6rt ihr das? Aber durch einen Brief hindurch kann man ja nicht h\u00f6ren. Ja also: sie entr\u00fcsten, entstationieren, hoffentlich gleich bis Null! Prima! Ich hatte schon Angst, ich w\u00fcrde f\u00fcr meine 450 Mark Schimmel ansetzen in diesem Abteil. Wir stehen vor der gro\u00dfen Einzugskurve nach Europa.<br>Na, Paps, das Geld f\u00fcr mein Tramper-Ticket hast du gut angelegt. Denk doch nur: Dein Aussteiger-Sohn ist eingestiegen, und zwar voll!<br>Und sag Mam, die Morgenduft-\u00c4pfel sind ein gro\u00dfer Erfolg. Der Rucksack \u00fcbrigens weniger. Und sag Mam auch, sie soll die europ\u00e4ische Landkarte nicht nach Drogen-Szenen absuchen, in die ich stolpern k\u00f6nnte. Hier gibt\u2019s auch Raketen und Bandma\u00dfe und ein hinrei\u00dfend sch\u00f6nes M\u00e4dchen, das hei\u00dft Ro. Aber die werde ich mir wohl verkneifen m\u00fcssen, die geh\u00f6rt n\u00e4mlich dem Eupa. Ein bisschen fr\u00f6stelt es mich jetzt doch. Ich habe auch nur ganz wenig geschlafen.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Vorhang auf.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image aligncenter size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"768\" src=\"https:\/\/webaid.it\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/3-Im-Museum-1024x768.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-3205\" srcset=\"https:\/\/webaid.it\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/3-Im-Museum-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/webaid.it\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/3-Im-Museum-300x225.jpg 300w, https:\/\/webaid.it\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/3-Im-Museum-768x576.jpg 768w, https:\/\/webaid.it\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/3-Im-Museum-1536x1152.jpg 1536w, https:\/\/webaid.it\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/3-Im-Museum-2048x1536.jpg 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Erwin Hahs &#8211; Eupa und Ro: Im Museum &#8211; B\u00fchnenbild zu Szene 2<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Szene 2&nbsp;<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>BILDENDE KUNST<\/p>\n\n\n\n<p>\u00dcber der Schr\u00e4ge h\u00e4ngen und stehen Bilderrahmen verschiedenster Art, alle leer von Bildern. Dabei ist die gewisse Ordnung und \u00dcbersichtlichkeit einer Ausstellung gewahrt; W\u00e4nde erscheinen nicht vonn\u00f6ten, k\u00f6nnten eher st\u00f6ren.<\/p>\n\n\n\n<p>Vor der Projektion h\u00e4ngt ein riesiger, reich verzierter Goldrahmen, wie er Schlachtengem\u00e4lde in den Museumss\u00e4len alter, meist niederl\u00e4ndischer Meister ziert. Auf der Projektionsfl\u00e4che, also in dem Rahmen, ein riesiger Atompilz. Aber dass dies ein Atompilz ist, wird erst am Ende der Szene ersichtlich. Vermutlich entsteht er durch sehr langsames Sch\u00e4rferziehen, vielleicht hilft auch das Projektionslicht mit. Auf jeden Fall ist von Anfang an ein zwar nicht erkennbarer Rahmeninhalt da, mehr also als wei\u00dfe milchige Fl\u00e4che.<\/p>\n\n\n\n<p>EUPA und RO, T\u00e4nzerin und T\u00e4nzer, sitzen genau in den Positionen wie am Ende von Szene 1. Sie k\u00f6nnten touristische Accessoires hinzubekommen haben \u2013 auf jeden Fall die Kurzfassung des Museumsf\u00fchrers \u2013 sollten aber wohl unver\u00e4ndert gekleidet sein. Sie wirken wie l\u00e4ssig sitzende Ausstellungsbesucher aus Gips.<\/p>\n\n\n\n<p>DIE TOURISTEN verdecken sie zun\u00e4chst teilweise beim Aufgehen des Vorhangs. Es sind T\u00e4nzerinnen und T\u00e4nzer. Sie versammeln sich offenbar in Erwartung einer F\u00fchrung. Sie machen den Eindruck, als m\u00fcssten sie auch dieses Museum \u201amachen\u2019, keine Versammlung echter Kunstfreunde also. Kleine Verstiegenheiten der neuesten Mode sind erstaunlich oft vertreten und wirken beinahe uniformierend. Sie haben alle die Kurzfassung des Museumsf\u00fchrers in H\u00e4nden. Den benutzen sie schon mal gelegentlich, schauen dieses oder jenes nicht vorhandene Bild in diesem oder jenem Rahmen an. Sie stehen auch rundum und schw\u00e4tzen leise.<\/p>\n\n\n\n<p>TUTOU gewahrt das Aufgehen des Vorhangs und f\u00e4hrt im Briefkontinuum fort, aber er schreibt nicht mehr, sondern er geht zu den wartenden Touristen und schlie\u00dft sich ihnen an:<br>\u201eEs wird Tag. Kunst, liebe Eltern, steht auf dem Programm. Bilderrahmen jede Menge. Da warten sie auf die F\u00fchrung. Will mich mal gleich anschlie\u00dfen. Bleibt gesund, euer Tutou!\u201c<br>Nach einer kleinen Weile entdeckt er Eupa und Ro, die durch das Arrangement der Touristen nun auch allen Zuschauern sichtbar werden. Er hockt sich hocherfreut zwischen die Beiden:<br>\u201eHallo, da seid ihr ja. Freut mich unheimlich, euch wiederzusehen, Eupa, Ro\u2026\u201c<br>Dass sich die Beiden nicht r\u00fchren, irritiert ihn:<br>\u201eWas ist? Wir wollten doch das Gespr\u00e4ch suchen?!\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>DER GENERAL, als Generaldirektor der Museums, kommt von hinten auf die Schr\u00e4ge. Er ist durchaus seri\u00f6s angezogen. Aber er wirkt auf fast geheimnisvolle Weise etwas zu kompakt in seinem Kost\u00fcm; nicht einfach zu dick wattiert, eher k\u00f6nnte man es eine Disproportion zum Kopf nennen. (Der General wird am Ende seiner Rolle die Ausma\u00dfe haben, die der Tod in der Szene 1 hatte. Das beginnt hier.) Er ruft freudestrahlend im Anblick Tutous:<br>\u201eTriumph der Kunst! Jedenfalls solcher Kunst: Junger Mann spricht mit Gips! Wunderbar!\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>TUTOU, einigerma\u00dfen verwundert<br>\u201eGeneral? Sie hier?\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>DER GENERAL:<br>\u201eDirektor des Museums. Na und? Ich konnte schon als Leutnant einen Velasquez von einem Goya unterscheiden. Man muss mich nicht zu enge sehen.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>TUTOU:<br>\u201eJa, \u2013 aber ist denn richtggehend abger\u00fcstet worden?\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>DER GENERAL:<br>\u201eEuropa ist nie zu Ende aufger\u00fcstet worden, \u2013 es wird nie zu Ende abger\u00fcstet sein. Sie sind ein freundlicher junger Mann, \u2013 Sie d\u00fcrfen von Frieden reden.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>TUTOU wills wissen:<br>\u201eWie nennen es die anderen, die unfreundlicheren?\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>DER GENERAL, knapp, nicht mal zynisch:<br>\u201ePause.\u201c<br>Er m\u00f6chte vom Thema weg und wendet sich an alle:<br>\u201ePause \u2013 und schon bl\u00fchen die Museen an allen Stra\u00dfenr\u00e4ndern. Keine Kreisstadt ohne Museum! Europa, Monarchie und Malerei! In den Depots braucht man Platz f\u00fcr die Raketen. Also raus mit der verlagerten Bildenden Kunst! Die Kunst dem Volke! Rein mit den Raketen. Nicht allzu viele Gener\u00e4le sind n\u00f6tig, um die Raketen in den Depots zu putzen. Aber man braucht Generaldirektoren f\u00fcr die Kunst in den Museen, haufenweise neue nackte H\u00e4ngefl\u00e4che!\u201c<br>Er wendet sich an Tutou, immer freundlich und ein klein wenig arrogant:<br>\u201eUnd Sie wollten also mit dem Gips hier reden?\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>TUTOU:<br>\u201eDie sind doch nicht aus Gips!\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>DER GENERAL:<br>\u201eBer\u00fchren verboten! Aber Sie d\u00fcrfen den Beiden ausnahmsweise mal leicht auf die Nasenspitze tippen\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>TUTOU tut das behutsam:<br>\u201eAber das sind doch Eupa und Ro!\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>DER GENERAL:<br>\u201eOh, ich gratuliere!: Sie sind ja geradezu auf dem Laufendsten \u00fcber die moderne Kunst. Dies sind in der Tat Eupa und Ro.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>TUTOU:<br>\u201eAber wieso sind die mit einem Mal aus Gips? Die haben doch mit mir gesprochen!\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>DER GENERAL:<br>\u201eDas kann aber nur im Traum gewesen sein\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>TUTOU, einigerma\u00dfen verwirrt:<br>\u201eJa, vielleicht im Traum \u2013 gestern. Oder war das vor zehn Jahren?\u2026\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>DER GENERAL rei\u00dft die Sache wieder ins Allgemeine:<br>\u201eMeine sehr verehrten Dame und Herren! Herzlich willkommen zur F\u00fchrung durch unser Museum. Es ist gewiss nicht \u00fcblich, dass ich als Generaldirektor h\u00f6chst pers\u00f6nlich selbst die so gew\u00f6hnliche 10-Uhr\u2013Vormittags-F\u00fchrung \u00fcbernehme. Aber!: dies ist kein gew\u00f6hnlicher Vormittag! Sie haben die gro\u00dfe Ehre, diese beiden Neuesterwerbungen des Hauses als erste Besucher betrachten, ja bewundern zu d\u00fcrfen.\u201c<br>Zwischen nett und hochn\u00e4sig zu Tutou:<br>\u201eVielleicht l\u00fcften Sie jetzt mal ein bisschen Ihr Fleisch und Blut.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>TUTOU springt etwas verlegen auf:<br>\u201eJa, nat\u00fcrlich.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>DER GENERAL:<br>\u201eGestern Abend wurden sie aufgestellt. Der Sekt floss in Str\u00f6men. Heute raunt hier schon wieder der Alltag durch die S\u00e4le. Aber: ein reicherer Alltag als gestern und vorgestern, Eupa und Ro, das M\u00e4rchen des Kontinents, der Name aufgespalten in zwei Figuren, ganz gewiss schmerzhafte Spaltung, Eupa, der Mann ohne Mitte, Ro, das M\u00e4dchen, die Mitte ohne Schutz.<br>Wie sagte der junge K\u00fcnstler gestern Abend?\u201c<br>Er hat einen Zettel aus der Tasche gefieselt und liest:<br>\u201e\u2019Figuren zum Leben und Lieben des Kontinents\u2019. Der K\u00fcnstler kann sich vor Auftr\u00e4gen kaum retten, die Karriere geht steil aufw\u00e4rts \u2013 in den Gipshimmel.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>TUTOU kapiert einfach nicht:<br>\u201eAber die k\u00f6nnen doch nicht bis zum Ende ihrer Tage hier so vergipst hocken bleiben?\u2026\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>DER GENERAL:<br>\u201eWas sollten sie sonst tun? Aus Gips wird nichts.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>TUTOU, hilflos:<br>\u201eLeben \u2013 ich wei\u00df auch nicht, \u2013 reden\u2026\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>DER GENERAL bleibt nett und etwas hochn\u00e4sig:<br>\u201eDer junge Mann tr\u00e4umt von Multi-Media-Spektakel. Die Zwei in der Disko oder im Schwimmbad \u2013 Ich h\u00f6re Pygmalion husten. Wir Museumsgeneraldirektoren sind nicht unbedingt konservativ, aber Konservatoren sind wir allemal. Leute, die aus Bildern steigen oder bewegter Gips, \u2013 so was hat unsere Zunft gar nicht gern. Unser Alptraum ist der Diebstahl der Mona Lisa!\u201c<br>Er schaut auf die Uhr und kriegt einen kleinen Schreck:<br>\u201eOh! Jetzt habe ich mich schon viel zu lange bei Eupa und Ro verplaudert. Meine sehr verehrten Damen und Herren Kunstfreunde, bitte haben Sie Verst\u00e4ndnis, wenn ich bei der nun folgenden eigentlichen F\u00fchrung an den Bildern vorbei das Tempo ein wenig anziehe. Sie m\u00fcssen zu Ihrem Bus, ich an meinen Schreibtisch. Ich garantiere Ihnen die volle F\u00fchrung, wenn auch auf die schnelle Tour.\u201c<br>Er rennt zu einem Rahmen, zeigt gebieterisch darauf. Er hat in sanfter Reminiszenz an die Szene 1 einen kleinen Zeigestock.<\/p>\n\n\n\n<p>\/Musik. Die weitere F\u00fchrung ist non-verbal. Rhythmisch akzentuiert, grotesk, witzig, auch schmissig begleitet die Musik den General und die Touristenmasse von Bild zu Bild, vielleicht akzelerierend, Quickstep oder Paso doble oder Rock, jedenfalls Tanzmusik.\/<\/p>\n\n\n\n<p>DIE TOURISTEN, TUTOU mittendrin, rennen sehr homogen und exakt werdend zu den Rahmen, glotzen durch ihn ins Publikum. Der General erkl\u00e4rt gestenreich, gro\u00dfm\u00e4ulig. Die Touristen schauen alle zur gleichen Zeit zu ihm, dann in den Kunstf\u00fchrer, dann wieder ins Bild. Dann rennt der General zu einem Bild diagonal schr\u00e4g gegen\u00fcber. Die Touristen folgen ihm wie Schafe, schauen, lassen sich gestenreich erkl\u00e4ren. So l\u00e4uft der General noch so viele Rahmen ab, wie es einer verehrten Choreographie Spa\u00df macht. Der noch nicht deutlich erkennbare Atompilz im Riesenrahmen findet dabei keinerlei Beachtung. Nat\u00fcrlich schauen die Touristen auch mal von der anderen Seite in die Bilder, Profil oder Po zum Publikum. Ein ziemlich kleiner, etwas tief h\u00e4ngender Rahmen m\u00fcsste Groteske zeitigen. Das wird auch immer schneller, sollte aber den Witz des Exakten nicht verlieren. Mit einer gro\u00dfen Schlussgeste beendet der General seine F\u00fchrung.<\/p>\n\n\n\n<p>\/Musik endet.\/<\/p>\n\n\n\n<p>DER GENERAL:<br>\u201eIch danke Ihnen f\u00fcr Ihre schnelle Aufmerksamkeit. Selbstverst\u00e4ndlich kein Trinkgeld f\u00fcr den Generaldirektor!\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>DIE TOURISTEN <br>sind mit Musikende wieder Individuen geworden. Etliche geben Trinkgeld.<\/p>\n\n\n\n<p>DER GENERAL nimmts mit der einen Hand, wehrt mit der anderen ab:<br>\u201eAber nein \u2013 danke \u2013 nicht doch \u2013 Aufwiedersehen \u2013 danke \u2013 aber nein\u2026\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>DIE TOURISTEN <br>gehen seitlich ab.<\/p>\n\n\n\n<p>DER GENERAL geht nach hinten ab, das Geld murmelnd z\u00e4hlend<br>\u201e10 \u2013 20 \u2013 25 \u2013 -28 \u2013 31 \u2013 32 \u2026\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>TUTOU ist in sein Abteil geklettert, nimmt einen Apfel, geht auf die Schr\u00e4ge, den Apfel an mehr oder weniger Textilien an seinem Leib polierend, umspielt Eupas Nase mit dem Apfel, Ros Nase, dreht-bricht den vielleicht pr\u00e4parierten Apfel auseinander, h\u00e4lt die H\u00e4lften mit langen Armen den Beiden unter die Nasen. Und \u2013 sie atmen wieder tief ein und erwachen. Toutu freut sich, springt von der Schr\u00e4ge, hockt-legt sich davor und schaut zu, vielleicht einen Apfel essend.<\/p>\n\n\n\n<p>\/Musik. Gewiss viel Wiedererkennen der vorigen Musik. Aber statt einer Schafherde tanzen Eupa und Ro ihr Kennenlernen. Also sicher andere Instrumentation. Poesie. Poiein ist griechisch Machen, Schaffen, Herstellen, der Poet ist nicht weniger als ein Macher. Wenn ich also die Musik auf die Poesie verweise, dann steht das f\u00fcr Anmut, Sch\u00f6nheit, Witz, Kraft, Grazie. Auch Unsinn und Quatsch.\/<\/p>\n\n\n\n<p>Und nat\u00fcrlich operiert auch die Choreographie mit Reminiszenzen an das Vorangegangene. Bei jedem Museumsbesuch gibt es zweierlei zu sehen: die Exponate und die anderen Besucher. F\u00fcr Eupa und Ro werden die Bilder bald genug zu Vorw\u00e4nden, den anderen zu sehen. Was hei\u00dft: Sehen? Den anderen zu suchen, zu umgarnen, zu \u00e4ngstigen durch Entzug oder Bedr\u00e4ngung, zu fangen, zu ignorieren, zu lassen, zu \u2013 lieben. Man quert diagonal schnell zu den Rahmen, schaut in den Museumsf\u00fchrer, schielt aber bald genug schon wieder \u00fcber ihn hinweg nach den Augen des N\u00e4chsten.<\/p>\n\n\n\n<p>Poesie, ja, aber sie schlie\u00dft doch nicht aus, dass man Schmerzen ahnt, und N\u00f6te, und Angst um den anderen hat und vor ihm. Martin Buber spricht so sch\u00f6n zwanzigerj\u00e4hrig vom \u201aUnget\u00fcm der Anderheit\u2019. Darum geht es doch auch.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Tanz, der ja vermutlich wie sein Vorl\u00e4ufer akzeleriert, endet mit einem heftigen Zusammensto\u00df. Irgendwie springen sie mit gro\u00dfen Elan seitlich weit-hoch und rammeln mit den Schultern aneinander und st\u00fcrzen ab und bleiben liegen. Beide Reisef\u00fchrer hats ihnen aus den H\u00e4nden gehauen.<\/p>\n\n\n\n<p>Die folgenden Aktionen sehe ich immer mit dem R\u00fccken der Akteure zum Publikum, wahrscheinlich wegen des folgenden Wechsels: Hinterk\u00f6pfe sind leichter einander anzugleichen als Gesichter.<\/p>\n\n\n\n<p>\/Die Musik ist auch abgest\u00fcrzt. Sie gibt dem Folgenden sinnige kleine Akzente.\/<\/p>\n\n\n\n<p>EUPA und RO, Schauspielerin und Schauspieler, treten auf, stellen sich nebeneinander an einem Rand der Schr\u00e4ge auf, sind vollkommen identisch gekleidet mit T\u00e4nzerin und T\u00e4nzer.<\/p>\n\n\n\n<p>EUPA und RO, T\u00e4nzerin und T\u00e4nzer, stehen auf. Zwei einander sehr gleichende Paare stehen auf der Schr\u00e4ge.<\/p>\n\n\n\n<p>EUPA und RO, Schauspielerin und Schauspieler, gehen mit kleinen Trippelschritten oder diesem Buffo-Querpass Hacke-Sohle-Hacke-Sohle zu T\u00e4nzerin und T\u00e4nzer, wichtig ist die Querbewegung. Sie bleiben direkt vor den T\u00e4nzern stehen.<\/p>\n\n\n\n<p>EUPA und RO, T\u00e4nzerin und T\u00e4nzer, entschwinden sofort nach der anderen Seite, die Querbewegung zweier Personen rei\u00dft also nicht ab. Am Rand der Schr\u00e4ge halten-verhalten sie kurz.<\/p>\n\n\n\n<p>EUPA und RO, Schauspielerin und Schauspieler, st\u00fcrzen in die Positionen, in denen die T\u00e4nzer gelegen haben nach dem Sturz.<\/p>\n\n\n\n<p>EUPA und RO, T\u00e4nzerin und T\u00e4nzer, laufen ab.<\/p>\n\n\n\n<p>\/Die Musik endet ganz.\/<\/p>\n\n\n\n<p>EUPA und RO erheben sich von dem Sturz, halten sich an die angeschlagenen Stellen, lachen mehr als dass sie jammern. Sie sprechen gleichzeitig, wobei wichtig ist, dass die so grunds\u00e4tzlich verschiedenen Formulierungen trotz Gleichzeitigkeit verst\u00e4ndlich bleiben.<\/p>\n\n\n\n<p>EUPA:<br>\u201eHaben Sie sich weh getan?\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>RO:<br>\u201eHabe ich Ihnen weh getan?\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>BEIDE lachen:<br>\u201eNein, nein, gar nicht \u2013 verzeihen Sie \u2013 entschuldigen Sie\u2026\u201c<br>Sie bemerken die entflogenen Museumsf\u00fchrer, er hebt ihren auf, sie seinen:<br>\u201eDas ist ja wohl Ihrer. \u2013 Ah, ja, meiner \u2013 Oh, danke \u2013 bitte, bitte\u2026\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>EUPA will mehr:<br>\u201eAber mit Bitte und Danke ist nicht alles gesagt, oder?\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>RO bekennt spontan:<br>\u201eOh nein!, es sind die Auftaktworte von Jahrhunderten!\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>EUPA, vielleicht eine Spur zu plump-direkt, aber nat\u00fcrlich ist auch alle Hoffnung und alle Angst in den drei Worten:<br>\u201eSind Sie sicher?\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>RO macht seine Frage verlegen. Sie f\u00fchlt sich fast ertappt. Sch\u00fcttelt den Kopf:<br>\u201eNein, nicht sicher, \u2013 gar nicht sicher \u2026\u201c<br>Sie sucht und findet Ablenkung am immer noch nicht ganz deutlichen Atompilz:<br>\u201eWissen Sie etwas \u00fcber das riesige Bild ha hinten? Im Museumsf\u00fchrer finde ich nicht eine einzige Zeile dar\u00fcber.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>EUPA:<br>\u201eTut mir leid, da wei\u00df ich nichts.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>RO l\u00e4uft zu dem kleinen Rahmen, schaut in den Museumsf\u00fchrer, eifrig:<br>\u201e\u00dcber dieses kleine Bild redet die halbe Seite 67\u2026\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>EUPA ist ihr gefolgt, schaut mit ihr in ihr Buch, die intime N\u00e4he ihres Haares auskostend:<br>\u201eRichtig, die halbe Seite 67 \u2026\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>RO war die N\u00e4he schon recht, aber auch irritierend. Sie rennt wieder nach hinten:<br>\u201eUnd \u00fcber diese Breitleinwand nicht ein Wort.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>EUPA ist ihr gefolgt, schaut wieder in ihr Buch, mit allen Folgen:<br>\u201eNicht ein Wort\u2026\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>RO, nach kleiner deutlicher Pause, ohne sich zu r\u00fchren:<br>\u201eTheoretisch k\u00f6nnten Sie Ihren Kopf auch in ihr eigenes Buch stecken oder?\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>EUPA l\u00f6st die Intimit\u00e4t auf, geht ein paar Schritte weg, beh\u00e4lt Ro im Auge.<\/p>\n\n\n\n<p>RO, wiederum ohne sich zu r\u00fchren:<br>\u201eDas Bild ist nicht fertig. Es ver\u00e4ndert sich. Es \u00e4ngstigt mich. Es riecht nicht gut. Ich wollte, ich k\u00f6nnte den Blick davon wenden.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>EUPA geht zu ihr, fasst sie gerne und behutsam an den Schultern und dreht sie nach vorne, Gesten und Bewegungen von Eleganz.<\/p>\n\n\n\n<p>RO, hat ein Bein etwas angezogen und l\u00e4sst sich auf der Stelle drehen. Sie hat gl\u00fccklich geschlossene Augen:<br>\u201eOh, ich habe es gewusst.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>EUPA<br>\u201eWas?\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>RO:<br>\u201eDass Sie ein Zauberer sind \u2013 mich von diesem Bild zu befreien\u2026.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>EUPA, mit netter Skepsis:<br>\u201eVon welch begl\u00fcckendem Alter sind Sie, dass Sie an Zauberer glauben?\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>RO, sicher:<br>\u201eHeute so jung wie Sie und morgen so alt wie du.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>EUPA sorgt sich immer wieder f\u00fcr ein bisschen Unverbindlichkeit:<br>\u201eDann darf ich also am Ende einer langen, langen Suche meine Zwillingsschwester begr\u00fc\u00dfen?\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>RO hingegen weicht keiner Verbindlichkeit aus:<br>\u201eOh nein, unsere Verwandtschaft ist von ganz anderer Art. Begr\u00fc\u00dfen Sie vielmehr zum guten Anfang das M\u00e4dchen Ro.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>EUPA lacht:<br>\u201eRo? Sie hei\u00dfen wirklich Ro?\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>RO:<br>\u201eH\u00e4tte ich gewusst, dass Sie \u00fcber meinen Namen lachen, w\u00e4re ich verschwiegener gewesen.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>EUPA stellt rasch richtig<br>\u201eOh nein, nein, \u2013 es ist ja nur, weil ich auch einen fast so kurzen Namen habe wie Sie! Bei Nennung der zwei kleinen Silben bin ich meist etwas verlegen und \u2013 \u201c<\/p>\n\n\n\n<p>RO, ungeduldig, fordernd, begierig:<br>\u201eSo nennen Sie doch endlich die zwei kleinen Silben!\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>EUPA:<br>\u201eEupa.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>RO, mit einem befreiten, gl\u00fccklichen Ausatmen:<br>\u201eIch bin sehr froh, dass ich mit Ihnen sprechen kann. Es gibt so wenig gute Ohren auf der Welt.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>EUPA, ein wenig umst\u00e4ndlich:<br>\u201eIch wei\u00df nicht, ob Sie sich unter dem Begriff \u201aHerzlich\u2019 etwas vorstellen k\u00f6nnen \u2013 ?\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>RO:<br>\u201eAlles, \u2013 \u201c<br>Sie betont beide Silben des folgenden Wortes:<br>\u201e \u2013 alles! kann ich mir darunter vorstellen!\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>EUPA:<br>\u201eNun, dann darf ich Ihnen mitteilen, dass mir in Ihrer Gegenwart so herzlich zumute wird.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>RO hat gar nicht richtig zugeh\u00f6rt, sondern angefangen, sich h\u00f6chst interessiert mit einem ihrer kleinen Finger zu besch\u00e4ftigen, ihn zu bewegen, von allen Seiten zu betrachten, hinter dem R\u00fccken zu verstecken \u2013 samt Hand nat\u00fcrlich \u2013 wieder vorzuholen \u2026<\/p>\n\n\n\n<p>EUPA:<br>\u201eHaben Sie was am kleinen Finger?\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>RO, eigentlich sehr sachlich:<br>\u201eJa, ein Wunder.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>EUPA versteht nicht:<br>\u201eWie bitte?\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>RO:<br>\u201eIch muss mich wundern \u00fcber meinen kleinen Finger.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>EUPA findet das so merkw\u00fcrdig, dass er das Fragezeichen vergisst:<br>\u201e\u00dcber Ihren kleinen Finger.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>RO nimmt die Sache sehr \u2013 nicht ernst, aber \u2013 gewichtig:<br>\u201eJa, weil er da ist, wie er an mir dran ist. Ich hatte ihn eine kleine Weile vergessen, wie man Selbstverst\u00e4ndlichkeiten vergisst. Aber der Kerl ist doch nicht selbstverst\u00e4ndlich! Der ist doch ein Wunder!\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>EUPA findet das sehr sch\u00f6n:<br>\u201eIch freue mich, dass ich an diesem Wunder partizipieren darf.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>RO f\u00e4llt prompt in die Fremdwort-Falle:<br>\u201eWarum sollten Sie nicht daran partizipieren d\u00fcrfen? Bitte!\u201c<br>Sie h\u00e4lt ihm den kleinen Finger unter die Nase.<\/p>\n\n\n\n<p>EUPA sehr freundlich belehrend:<br>\u201ePartizipieren hei\u00dft nur teilnehmen.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>RO nimmts herrlich w\u00f6rtlich:<br>\u201eNehmen Sie! Es ist zwar nur ein kleiner Teil, aber \u2013 \u201c<\/p>\n\n\n\n<p>EUPA, nimmt den Finger und k\u00fcsst ihn z\u00e4rtlich.<\/p>\n\n\n\n<p>RO, entz\u00fcckt:<br>\u201eOh, das nenne ich gut partizipiert. H\u00f6ren Sie, wie mein Herz lacht?\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>EUPA wei\u00df nicht, wie w\u00f6rtlich er dies nun nehmen soll, auch ist das \u201asoll\u2019 in diesem Satz ja doppeldeutig; eine Frage nach der Aufforderung: Soll ich?; oder die Skepsis: Wie soll ich das denn h\u00f6ren?:<br>\u201eIch soll h\u00f6ren, wie Ihr Herz lacht?\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>RO wei\u00df, was sie sagt:<br>\u201eJa, in einem Ihrer guten Ohren.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>EUPA n\u00e4hert \u2013 vielleicht vergewissert er sich vorher, dass sie allein sind \u2013 ein Ohr ihrem Herzen:<\/p>\n\n\n\n<p>RO greift seinen Kopf und presst ihn an sich: Liebkosung, Z\u00e4rtlichkeit, zugleich: Besitzergreifen, zugleich: eine Last auf sich nehmen. Vielleicht senkt sie ihren Kopf auf den seinen. (Vielleicht m\u00fcssen sie dazu an oder auf der Treppe sitzen.)<\/p>\n\n\n\n<p>Kurze, reglose, atemlose Versunkenheit.<\/p>\n\n\n\n<p>EUPA, eigentlich komisch:<br>\u201eJa, \u2013 ja, ich glaube, ich h\u00f6re Ihr Herz lachen\u2026\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>RO gibt den Kopf frei, (steht auf), ernst:<br>\u201eEs lacht schon lange nicht mehr.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>EUPA, ein wenig hilflos:<br>\u201eDas habe ich gar nicht mitgekriegt, \u2013 das Ende des Lachens, \u2013 weil mit meinem Herzen \u2013 manchmal wei\u00df ich gar nicht, ob ich eines habe. Aber ich suche eins.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>RO, wieder sehr nett und zugewandt:<br>\u201eAber Sie haben doch vorhin gesagt, Ihnen sei so herzlich zumute. Wo sp\u00fcren Sie denn das? \u201c<\/p>\n\n\n\n<p>EUPA<br>\u201eIn Ihrer Gegenwart.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>RO, f\u00fcr Sie ist das sein entschiedenes Bekenntnis:<br>\u201eDann ist der kleine Finger zu wenig. Wir k\u00f6nnen nicht mehr mit Teilen vorlieb nehmen.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Sie \u00f6ffnet die Arme, deutlich, sch\u00f6n, um Eupa einzuschlie\u00dfen.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Atompilz ist unverkennbar. Das Vorderlicht wird schw\u00e4cher.<\/p>\n\n\n\n<p>EUPA, ein allerletztes Z\u00f6gern, er zeigt auf den Atompilz:<br>\u201eEs zu wagen vor diesem Traueraltar\u2026?\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>RO muss gar nicht hinschauen, unpathetisch:<br>\u201eDer Erdteil steht unter dem Galgen.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>EUPA wendet sich ihr zu:<br>\u201eEr hat keine Wahl.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>BEIDE, umarmen einander, stehen als Silhouette vor dem Atompilz.<\/p>\n\n\n\n<p>Langsamer Vorhang, vor dem Tutou hocken-liegen bleibt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\">***<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/webaid.it\/?page_id=3087\">Eupa und Ro &#8211; Peters Podehls Kommentar von 2010<\/a><\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/webaid.it\/?page_id=3094\">Eupa und Ro &#8211; Titel und Personen<\/a><\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/webaid.it\/?page_id=3106\">Eupa und Ro &#8211; Szene 1 &#8211; EINLEITUNG<\/a><\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/webaid.it\/?page_id=3124\">Eupa und Ro &#8211; Entre act 1 und Szene 2 &#8211; BILDENDE KUNST<\/a><\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/webaid.it\/?page_id=3129\">Eupa und Ro &#8211; Entre act 2 und Szene 3 &#8211; OBDACHLOSIGKEIT<\/a><\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/webaid.it\/?page_id=3142\">Eupa und Ro &#8211; Entre act 3 und Szene 4 &#8211; MASKENBALL<\/a><\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/webaid.it\/?page_id=3160\">Eupa und Ro &#8211; Szene 5 &#8211; PROZESS<\/a><\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/webaid.it\/?page_id=3173\">Eupa und Ro &#8211; Entre act 4 und Szene 6 &#8211; GRENZSTATION<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>*** Eupa und Ro * Ente act 1 und Szene 2 BILDENDE KUNST *** Entre act 1 Licht im Abteil, ein eher gem\u00fctliches. TUTOU holt Schreibpapier aus dem Rucksack, legt es auf das Comics-Buch, nimmt Kugelschreiber, setzt sich und schreibt. 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