{"id":610,"date":"2022-12-11T05:49:31","date_gmt":"2022-12-11T05:49:31","guid":{"rendered":"https:\/\/peterpodehl.com\/?page_id=610"},"modified":"2026-02-19T11:59:55","modified_gmt":"2026-02-19T11:59:55","slug":"nur-einer","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/webaid.it\/?page_id=610","title":{"rendered":"Nur Einer"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"has-text-align-center\"><a href=\"https:\/\/webaid.it\/?page_id=958\">Peters kleine Geschichtchen<\/a><\/p>\n\n\n\n<h1 class=\"wp-block-heading has-text-align-center\">Nur Einer<\/h1>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\">Kurzfilm nach einer Idee von Gianni Fenu<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\">Drehbuch von Peter Podehl<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\">Nicht nummerierte Fassung vom 4.6.2005<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\">Alle Rechte bei:<br>Peter Podehl<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\">\u00a9<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p>___\/ Totale:<\/p>\n\n\n\n<p>Haltestelle an einer Asphalt-Stra\u00dfe mit wei\u00dfer Bemalung, die die hochstehende Sonne kr\u00e4ftig reflektiert, in offensichtlich unbewohnter Gegend. Eher W\u00fcste, sehr magerer Bewuchs, ein paar Str\u00e4ucher, keine beachtenswerten B\u00e4ume.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>\/Keine Musik. Sehr zur\u00fcckhaltende Ger\u00e4usch-Atmosph\u00e4re von den paar V\u00f6geln, die in den B\u00fcschen hausen, von Grillen, die im sp\u00e4rlichen Gras zirpen.\/<\/p>\n\n\n\n<p>Ein Mann steht da, ein wenig entfernt von der Haltestelle. Wei\u00dfe Haare, eierschalenwei\u00dfer eleganter Anzug, nicht ganz passende Turnschuhe, Tuch um den Hals, langer wei\u00dfer Schal um die Schultern, wei\u00dfer Strohhut mit breiter Krempe auf dem Kopf. Mit langsamen Bewegungen schaut er die Stra\u00dfe rauf, die Stra\u00dfe runter, denkt offensichtlich nach, schaut auf die Armbanduhr.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>\/Das Handy klingelt in der Tasche.\/<\/p>\n\n\n\n<p>Der Mann fieselt es aus der Jackenau\u00dfentasche und meldet sich: \u201eJa? Ja. Ja. Nur der eine. Klar. Ja. Ja, ich bin vor Ort.\u201c Das weist er emp\u00f6rt von sich:&nbsp; \u201eVersp\u00e4tung &#8211; ich doch nicht! Ach so: der eine &#8211; nun ja. Hab ich was anderes zu tun? Nein. Ja. Er kann kommen. Ja, Ende. Was? Ja, gespeichert, nat\u00fcrlich.\u201c Er tippt routinem\u00e4\u00dfig auf dem Handy rum, holt sich das Bild eines jungen Mannes auf das Display&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>____\/ Handy-Display gro\u00df:<\/p>\n\n\n\n<p>(der sp\u00e4tere Autofahrer). Der \u00e4ltere Herr schaltet das Handy aus und steckt es<\/p>\n\n\n\n<p>____\/ R\u00fccksprung in die Anfangseinstellung, dann 360\u00b0-Schwenk als Standortbestimmung:<\/p>\n\n\n\n<p>in die Tasche. Er schaut und wartet. Es dauert.<\/p>\n\n\n\n<p>Dann greift er in die Jackett-Innentasche und holt ein elegantes querformatiges Adressb\u00fcchlein raus, in dem er zu bl\u00e4ttern anf\u00e4ngt, ohne zun\u00e4chst erkennbar zu lesen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Hier beginnt der gro\u00dfe 360\u00b0-Schwenk \u00fcber die eher lebensfeindliche Umgebung, wobei der Mann aus dem Bild geschwenkt wird: kaum etwas Bemerkenswertes, die Stra\u00dfe f\u00fchrt auch auf der anderen Seite mit wei\u00dfer Bemalung in irgendwelche Fernen. H\u00fcgel, aber \u00fcberhaupt nicht idyllisch; kein Ort, kein Kirchturm, nicht mal eine Kirchturmspitze ist an irgendeinem Horizont zu erkennen. Die Frage, wieso es hier eine Haltestelle gibt, k\u00f6nnte auftauchen, w\u00e4re aber nicht zu beantworten.<\/p>\n\n\n\n<p>Im Laufe des Schwenks zoomt die Kamera unmerklich auf nah, so dass er auf dem Kopf des Mannes gro\u00df endet, der in dem Adressb\u00fcchlein liest. Mit dem B\u00fcchlein h\u00e4lt er sich fast die Augen zu: extrem kurzsichtig. Er bl\u00e4ttert nochmals um, schaut die Stra\u00dfe &#8211; die jetzt nicht im Bilde ist &#8211; rauf und runter, liest sehr kurzsichtig, sch\u00fcttelt fast unmerklich den Kopf, bl\u00e4ttert, liest.<\/p>\n\n\n\n<p>\/Beginnend aus gro\u00dfer Entfernung: Motorenger\u00e4usch. Ein Auto n\u00e4hert sich.\/<\/p>\n\n\n\n<p>Der Mann hebt den Kopf, schaut, erkennt das Auto, das aus der Richtung kommt, die der Haltestelle gegen\u00fcberliegt. Er steckt das B\u00fcchlein mit nicht erkl\u00e4rbarer Schnelligkeit und Nervosit\u00e4t ein. \u201eH\u00e4h\u00e4!\u201c macht er sehr zynisch mit schiefen Lippen. Zun\u00e4chst sehr erkl\u00e4rungsbed\u00fcrftig ist das. Nicht sympathisch, eher b\u00f6se.<\/p>\n\n\n\n<p>____\/ Schwenk<\/p>\n\n\n\n<p>mit dem sich n\u00e4hernden Auto, beachtliches Cabriolet, offen,&nbsp; aus ziemlich gro\u00dfer Entfernung. Je n\u00e4her es der Haltestelle kommt, &#8211; die erst am Ende des Schwenks ins Bild ger\u00e4t -, desto deutlicher f\u00e4ngt es an zu tuckern und zu muckern und zu stottern, wird immer langsamer, bleibt schlie\u00dflich<\/p>\n\n\n\n<p>\/mit ziemlich lauter letzter Fehlz\u00fcndung\/<\/p>\n\n\n\n<p>stehen.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Fahrer, ein sympathischer junger Mann, (bekannt vom Foto auf dem Handy) startet sofort wieder, aber vergeblich, und er ruft laut: \u201eSchei\u00dfe!!!\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>____\/ Schwenk<\/p>\n\n\n\n<p>mit dem \u00e4lteren Herren, der eine zufriedene Miene aufgesetzt hat, zum Auto, zur Autot\u00fcr, wo er fragt: \u201eKann ich Sie irgendwohin mitnehmen?\u201c&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Der junge Mann ist zun\u00e4chst erfreut: \u201eIch m\u00fcsste in einer knappen Stunde bei einem Kunden in der Stadt sein.\u201c&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Sehr undurchsichtig grummelt der \u00e4ltere Herr: \u201eIn einer knappen Stunde,&nbsp; jaja&#8230;\u201c &nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Der junge Mann schaut sich um: \u201eHaben Sie denn ein Auto?\u201c&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Der \u00e4ltere Herr, unbefangen: \u201eNein.\u201c&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eWie wollen Sie mich denn dann mitnehmen?\u201c&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Der Alte grinst d\u00fcnn: \u201eMachen Sie sich keine Sorgen: Ich kann immer wen mitnehmen. \u00d6ffnen Sie bitte die Motorhaube.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>&nbsp;\u201eSie sehen nicht wie ein Automechaniker aus.\u201c&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Der \u00e4ltere Herr ist recht unerbittlich: \u201eMachen Sie die Motorhaube auf.\u201c&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Der junge Mann \u00f6ffnet leise kopfsch\u00fcttelnd die Verriegelung und will aussteigen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Der Alte wehrt ab: \u201eNein, Sie bleiben sitzen und starten, wenn ich es befehle.\u201c Er \u00f6ffnet die Motorhaube.<\/p>\n\n\n\n<p>____\/ Aus Sicht des Fahrers, schr\u00e4g von unten durch die Windschutzscheibe auf die ge\u00f6ffnete Haube:<\/p>\n\n\n\n<p>Das Auto (als Requisite) muss das Folgende erm\u00f6glichen:<\/p>\n\n\n\n<p>Die H\u00e4nde des \u00e4lteren Herren erscheinen \u00fcber der Haube, er streift sich die \u00c4rmel hoch. Dann verschwinden die H\u00e4nde, kommen aber gleich wieder hoch und ziehen sich Gummihandschuhe an, dann verschwinden die H\u00e4nde nach unten aus dem Bild.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Dann kommt sein Ruf aus dem Off: \u201eStarten!\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Der junge Mann dreht den Schl\u00fcssel. Vergeblich.<\/p>\n\n\n\n<p>Aus dem Off: \u201eNochmal starten!\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Der junge Mann wiederholt den Vorgang. Wieder vergeblich.<\/p>\n\n\n\n<p>Aus dem Off, sehr selbstverst\u00e4ndlich: \u201eRechter Winker.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Der junge Mann, denn doch erstaunt: \u201eWas? Ich habe einen Motorschaden!\u201c&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Aus dem Off, Spuren ungehalten: \u201eRechter Winker!\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Der junge Mann bet\u00e4tigt achselzuckend den rechten Winker-Blinker.<br><\/p>\n\n\n\n<p>Aus dem Off: \u201eStarten.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Der junge Mann tuts kopfsch\u00fcttelnd. Vergeblich.<\/p>\n\n\n\n<p>Aus dem Off: \u201eRechter Winker weg, linker Winker raus.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Der junge Mann gehorcht: \u201eWir sind hier doch nicht beim T\u00dcV!\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Aus dem Off: \u201eStarten.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Der junge Mann dreht den Schl\u00fcssel: Der Motor springt ganz kurz an, stirbt aber nach zwei Sekunden wieder kl\u00e4glich ab.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Gesicht des \u00e4lteren Herren erscheint oberhalb von der Motorhaube &#8211; wie er dahin kommt, wei\u00df kein Mensch &#8211; selbstzufrieden grinsend: \u201eNa?\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>_____\/ Gegenschnitt auf den jungen Mann, schr\u00e4g von oben:<\/p>\n\n\n\n<p>Der junge Mann ist nicht beeindruckt: \u201eNaja, aber &#8211; der Motor muss wieder laufen! Was solls? Ich zweifle, dass Sie \u00fcberhaupt eine Ahnung haben.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>____\/ Wieder Gegenschnitt, schr\u00e4g von unten:<\/p>\n\n\n\n<p>Der \u00e4ltere Herr macht wieder sein maulschiefes typisches: \u201eH\u00e4h\u00e4!\u201c und verschwindet von oberhalb der Motorhaube.<\/p>\n\n\n\n<p>Aus dem Off fragt er: \u201eHaben Sie einen Wagenheber?\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Der junge Mann: \u201eJa, nat\u00fcrlich. Wieso?\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Aus dem Off: \u201eWir m\u00fcssen den Wagen mit dem Wagenheber heben.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>____\/ bis ____\/ Schnitte hin und her:<\/p>\n\n\n\n<p>Dem jungen Mann wirds langsam zu dumm: \u201eWarum denn das?\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Aus dem Off, wenig gn\u00e4dig: \u201eSoll ich Ihnen helfen?\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Der junge Mann: \u201eJa, schon, aber -\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Aus dem Off: \u201eAlso m\u00fcssen wir den Wagen mit dem Wagenheber heben.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>____\/ Unter diesem Dialog irgendwo reinschneiden:<\/p>\n\n\n\n<p>Eine junge Frau kommt auf einem Fahrrad in ziemlichem Tempo zum haltenden Cabriolet gefahren. Darauf achten, dass die N\u00e4he zum Schauplatz deutlich wird! Also \u00e4hnlich wie der Schwenk mit dem tuckernd ankommenden Cabriolet.<\/p>\n\n\n\n<p>____\/ bis ____\/ Wieder Schnitte hin und her:<\/p>\n\n\n\n<p>Der junge Mann: \u201eEinen Wagenheber braucht man bei einer Reifenpanne. Ich habe einen Motorschaden!\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Aus dem Off, \u00fcbersprudelnd rasch: \u201ePanneschaden &#8211; Schadenpanne&#8230; Panne ist Panne und Schaden ist Schaden und Schaden ist Panne und Panne ist Schaden. Wozu haben Sie einen Wagenheber, wenn Sie den Wagen nicht heben? Linker Winker!\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Schnittfolge endet auf dem jungen Mann:<\/p>\n\n\n\n<p>Der brummt sehr \u00e4rgerlich: \u201eDer hat se nicht alle!\u201c Er wendet sich w\u00fctend zum Aussteigen.<\/p>\n\n\n\n<p>_____\/ Totale von au\u00dfen:<\/p>\n\n\n\n<p>W\u00fctend st\u00f6\u00dft er die T\u00fcr auf und ebenso w\u00fctend und rasch steigt er aus, mit Blick und K\u00f6rperhaltung nach vorn, zum Motor orientiert.<\/p>\n\n\n\n<p>\/Schrilles, erschrockenes, kurzes Fahrradgeklingel, ein Schrei der jungen Frau.\/<\/p>\n\n\n\n<p>Das Fahrrad trifft den jungen Mann voll in die Seite, sein Kopf schl\u00e4gt sehr heftig gegen das Glas der Autot\u00fcr, trotz<\/p>\n\n\n\n<p>\/quietschender Fahrradbremsen.\/<\/p>\n\n\n\n<p>Der junge Mann geht, spiralf\u00f6rmig sich drehend,<\/p>\n\n\n\n<p>\/vor Schmerz laut schreiend\/<\/p>\n\n\n\n<p>zu Boden, als habe ihn eine gerade Rechte am ungesch\u00fctzten Kopf getroffen.<\/p>\n\n\n\n<p>Das M\u00e4dchen hat sich geschickt mit einem Sprung aus dem Unfall gerettet.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Fahrrad kippelt und f\u00e4llt auf den jungen Mann, das Vorderrad dreht sich noch.<\/p>\n\n\n\n<p>(Alternative: Lie\u00dfe sich auch in zehn sehr kurzen Schnitten aufl\u00f6sen, schafft sicher mehr Tempo: _____\/ bis _____\/)<\/p>\n\n\n\n<p>_____\/ Gro\u00df:<\/p>\n\n\n\n<p>Das entsetzte M\u00e4dchen schaut nach unten auf den Verletzten, verschwindet nach unten aus dem Bild.<\/p>\n\n\n\n<p>____\/ Nah:<\/p>\n\n\n\n<p>Der \u00e4ltere Her, noch bei der Motorhaube, &#8211; ihm flackert Befriedigung \u00fcber die Augen, schiefm\u00e4uliges sehr leises: \u201cH\u00e4h\u00e4&#8230;!\u201c Er geht Richtung Tatort aus dem Bild.<\/p>\n\n\n\n<p>_____\/ Zweier:<\/p>\n\n\n\n<p>Das M\u00e4dchen kniet in gro\u00dfer Aufregung vor der Brust des jungen Mannes, der die Augen geschlossen hat und dem die Nase heftig blutet. Sie haut mit Schwung das Fahrrad weg.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Beine des \u00e4lteren Herren treten dazu.<\/p>\n\n\n\n<p>Das M\u00e4dchen sucht nach blutstoppendem Textil, greift nach dem einen Ende des Schals, den der \u00e4ltere Herr tr\u00e4gt, zerrt daran.<\/p>\n\n\n\n<p>____\/ Nah:<\/p>\n\n\n\n<p>Der Schal sollte sich so verfilzen, dass er den \u00e4lteren Herrn w\u00fcrgt. Er kr\u00e4chzt: \u201eH\u00e4h!, ich doch nicht!\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Er macht sich frei vom Schal und schmei\u00dft ihn runter.<\/p>\n\n\n\n<p>___\/ Wieder Zweier:<\/p>\n\n\n\n<p>Das M\u00e4dchen versucht, mit dem Schal das Blut zu stillen, sie feuchtet ihn mit Spucke an, rubbelt, nicht gerade zartf\u00fchlend, brabbelt dabei: \u201eUnd ich bin Schuld! Ich habe keine Ahnung von Erster Hilfe!\u201c Bang fragt sie nach oben: \u201eMund-zu-Mund-Beatmung?\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>_____\/ Nah schr\u00e4g von unten:<\/p>\n\n\n\n<p>Der \u00e4ltere Herr ist irritiert, zuckt die Achseln, sch\u00fcttelt dann den Kopf.<\/p>\n\n\n\n<p>_____\/ Wieder Zweier:<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eDoch!\u201c sagt das M\u00e4dchen und haut ihren Mund auf den Mund des jungen Mannes.<\/p>\n\n\n\n<p>Der \u00e4chzt und sagt sehr undeutlich: \u201eWas es ist&#8230;\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Das M\u00e4dchen, erregt, weil es nicht versteht: \u201eWas?\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Der junge Mann wiederholt etwas deutlicher: \u201eEs ist, was es ist&#8230;\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Sie wiederholt, v\u00f6llig verst\u00e4ndnislos: \u201eWaas?\u201c Sie schaut wieder zum \u00e4lteren Herren rauf: \u201eAlso, wenn er quatscht, kann ich doch aufh\u00f6ren mit der Knutscherei!\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>_____\/ Wieder von unten:<\/p>\n\n\n\n<p>Der \u00e4ltere Herr verzieht den Mund zu einem undurchsichtigen L\u00e4cheln; er scheint eher gegen das Knutschen zu sein.<\/p>\n\n\n\n<p>_____\/ Wieder Zweier:<\/p>\n\n\n\n<p>Sie sch\u00fcttelt den jungen Mann an der Schulter. Der verzerrt sein Gesicht vor Schmerz und schreit: \u201eAuaaa!\u201c&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Erschrocken l\u00e4sst sie von ihm ab: \u201eEntschuldige! Wie kann ich dir helfen?!\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Reichlich verwirrend ist das, was er ziemlich prompt wie eine Antwort sagt: \u201eEs ist, was es ist, sagt die Liebe&#8230;\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Sie jammert: \u201eIch habe ihm seinen Grips zerdeppert&#8230;\u201e<\/p>\n\n\n\n<p>Von ihm kommt eine recht unerwartete Bitte: \u201eNoch son Kuss!&#8230;\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Sie wehrt entschieden ab: \u201eNee! Wieso? Mund-zu-Mund brauchst du nicht mehr. Du atmest doch prima. Kannst du aufstehn?\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Aber er ist verbissen verliebt: \u201eEs ist Unsinn, sagt die Vernunft. Es ist, was es ist, sagt die Liebe&#8230;,\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Sie kann mit diesen Fragmenten wenig anfangen: \u201eIch fahr dich ins Krankenhaus.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Er kommt immer mehr zu sich: \u201eIch muss dir ein Gest\u00e4ndnis machen&#8230;\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Sie reagiert rasch, sehr verdeckt verliebt: \u201eDu bist verheiratet!\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eWas? Nein.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eSonstwie verschwei\u00dft?\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eWas? Nein. Ja. Verschwei\u00dft mit dir &#8211; m\u00f6chte ich &#8211; aua! &#8211;&nbsp; m\u00f6chte ich sein.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eWas?\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eEs ist unm\u00f6glich, sagt die Erfahrung. Es ist, was es ist, sagt die Liebe.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Sie wird leise ungeduldig: \u201eWas redest du denn da dauernd f\u00fcr Zeug?\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eErich.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eWer ist Erich?\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eFried, der Dichter, Gedicht von Erich Fried: Es ist, was es ist, sagt die Liebe&#8230;\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Sie versucht klarzustellen, aber ihre erfreute Miene straft sie schon L\u00fcgen: \u201eH\u00f6r mal, Junge: Du kannst dich nicht in ein M\u00e4dchen verlieben, das dich beinah zu Mus gefahren h\u00e4tte.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eKann ich wohl!\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eDu wei\u00dft doch, was die Liebe auch ist.\u201c Sie betont das \u201aauch\u2018.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eNee, wasn?\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eGefangenschaft. Wie f\u00fchlst du dich?\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Als antworte er auf den vorhergehenden Satz: \u201eNaja, gefangen-verliebt eben&#8230;\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>____\/ Gro\u00df:<\/p>\n\n\n\n<p>Recht pl\u00f6tzlich l\u00e4chelt sie sehr sch\u00f6n und bekennt. \u201eIch bin auch nicht verschwei\u00dft &#8211; anderswo.\u201c Schnell ein anderes Thema: \u201eWir m\u00fcssen zur Polizei, meine Schuld protokollieren.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>_____\/ Gro\u00df:<\/p>\n\n\n\n<p>Er: \u201eNein, meine Schuld protoko-dings&#8230;\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>_____\/ Gro\u00df:<\/p>\n\n\n\n<p>Sie besteht darauf: \u201eMeine! Ich bin Schuld, dass wir einander kennen gelernt haben&#8230;\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>_____\/ Gro\u00df:<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eNein, meine! So pl\u00f6tzlich die Autot\u00fcr aufrei\u00dfen, ohne sich vorher im R\u00fcckspiegel vergewissert zu haben, dass -, und so&#8230; L\u00e4ngere S\u00e4tze fallen mir noch schwer&#8230;\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>_____\/ Wieder Zweier:<\/p>\n\n\n\n<p>Sie will wissen: \u201eL\u00e4sst du mich an dein Steuer?\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Er grinst ein bisschen lasziv: \u201eAn mein Steuer &#8211; ja, mit Wonne!\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eSpar dir deine Wonne &#8211; f\u00fcr sp\u00e4ter. Ich gehe davon aus, dass du fahrunt\u00fcchtig bist.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eGeh mal davon aus, ja. Wieso bist du unverletzt?\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eIch bin im Turnverein. Brauchst du meine Hilfe zum Aufstehn?\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Er flirtet recht unversch\u00e4mt weiter, spielt den Hinf\u00e4lligen: \u201eJa, viel &#8211; ganz viel Hilfe!&#8230;\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eSchwindler bist du auch!\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eJa, habe ich &#8211; ganz schwimme Schlindelan- \u00e4h also Anf\u00e4lle, Schwindelanf\u00e4lle, ganz schlimme&#8230;\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>\/Mit sehr unrealistischem Hall wird im Off die Motorhaube zugeschlagen.\/<\/p>\n\n\n\n<p>Die Beiden schauen erschrocken hin.<\/p>\n\n\n\n<p>_____\/ Totale, aber ohne das P\u00e4\u00e4rchen, dann Schwenk:<\/p>\n\n\n\n<p>Der \u00e4ltere Herr pr\u00fcft, ob die Motorhaube gut zu ist, dann zieht er seine Gummihandschuhe aus, l\u00e4sst sie in hohem Bogen wegfliegen.<\/p>\n\n\n\n<p>Schwenk zum P\u00e4\u00e4rchen:<\/p>\n\n\n\n<p>Er ruft: \u201eHe, der Wagen ist doch noch gar nicht&#8230;\u201c Er steht etwas m\u00fchsam auf, tut alles noch ein bisschen weh: \u201eAua, &#8211; \u00e4h &#8211; naja, ich muss mich setzen&#8230;\u201c Er will auf den Fahrersitz.<\/p>\n\n\n\n<p>Aber sie hindert ihn: \u201eNein, du dr\u00fcben. Du hast gesagt, ich darf fahren.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>_____\/ Etwas totaler:<\/p>\n\n\n\n<p>Er geht um das Auto herum: \u201eJa, aber der Wagen ist ja &nbsp; nicht &#8211; mein Gest\u00e4ndnis&#8230;\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Sie wuchtet ihr Fahrrad auf die hinteren Ledersitze, ohne recht aufzupassen, ob sie dem jungen Mann nicht was antut.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Er ist etwas emp\u00f6rt: \u201eHe, das ist Schweinsleder, echt!&#8230;\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Sie schnippt ans Schutzblech: \u201eUnd das ist Blech!, auch echt!\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Sie setzt sich ans Steuer und sucht nach dem Z\u00fcndschl\u00fcssel, der steckt.<\/p>\n\n\n\n<p>_____\/Zweier von vorne:<\/p>\n\n\n\n<p>Er: \u201cJetzt kommt leider die dicke Entt\u00e4usch-\u201c&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Sie hat angelassen. Der Motor l\u00e4uft.<\/p>\n\n\n\n<p>Er ist h\u00f6chst erfreut: \u201eHoho!&#8230;\u201c Er ruft zum \u00e4lteren Herrn: \u201eHe, verstehen Sie das?\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>_____\/ Nah:<\/p>\n\n\n\n<p>Der \u00e4ltere Herr sagt ziemlich undurchsichtig: \u201eJa &#8211; verstehe ich &#8211; ja&#8230;\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>_____\/ Nah:<\/p>\n\n\n\n<p>Der junge Mann ruft fr\u00f6hlich: \u201eSie waren doch besser, als ich dachte! Vielen Dank und Ciao!\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>_____\/ Schwenk<\/p>\n\n\n\n<p>\u00fcber den R\u00fccken des \u00e4lteren Herren mit dem rasch davonfahrenden Auto.<\/p>\n\n\n\n<p>_____\/ Ziemlich total:<\/p>\n\n\n\n<p>Recht einsam und verloren steht der \u00e4ltere Herr auf der Stra\u00dfe und schaut den Davonfahrenden nach. Er murmelt: \u201eBesser, als er dachte&#8230;!\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>\/Sein Handy klingelt: sehr ungew\u00f6hnlich dringend, als werde es von ungeduldiger Hand bet\u00e4tigt.\/<\/p>\n\n\n\n<p>Der \u00e4ltere Herr zuckt beim&nbsp; ersten Klingeln zusammen und holt dann das Handy aus der Tasche. Er kr\u00e4chzt ziemlich ungl\u00fccklich: \u201eHallo? Ja&#8230; Ja&#8230; Ja&#8230;\u201c Er h\u00e4lt das Handy von seinem Ohr weg, weil er offenbar lautstark ausgeschimpft wird.<\/p>\n\n\n\n<p>\/Sicher komisch, wenn aus dem Handy ein unverst\u00e4ndlicher Schimpfstrom quillt.\/&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Der \u00e4ltere Herr sagt zwischendurch immer mal wieder ins Handy: \u201eJa&#8230;\u201c, h\u00e4lt es dann wieder auf Distanz.<\/p>\n\n\n\n<p>____\/ Ransprung auf nah:<\/p>\n\n\n\n<p>Der \u00e4ltere Herr kr\u00e4chzt: \u201cJa&#8230;\u201c Dann setzt er zu einem Satz an, den er aber erst nach einer Weile loswird: \u201eK\u00f6nnte ich nicht &#8211; K\u00f6nnte ich nicht &#8211; K\u00f6nnte ich nicht auf &#8211; Ja&#8230; K\u00f6nnte ich nicht auf Standesbeamter umgeschult werden&#8230;?\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>\/Emp\u00f6rter Wortschwall aus dem Handy.\/<\/p>\n\n\n\n<p>Der \u00e4ltere Herr will beschwichtigen: \u201eJaja, ist ja gut, war ja nur ein Vorschlag&#8230; Ja&#8230; Also, ich finde, dass ich mir sehr viel M\u00fche gegeben habe. Wenn die Liebe dazwischenfunkt, kriege ich doch immer \u00c4rger!&#8230; Ja&#8230; Fast h\u00e4tte ich euch das M\u00e4dchen geliefert, aber die war ja im Turnverein&#8230;\u201c Er ist erstaunt: \u201eWarum?&#8230; (Er betont dieses zweite \u201aWarum\u2019:) Warum soll ich zur Haltestelle gehen?\u201c Er kriegt einen kleinen Schreck: \u201eWas? Ein Bus?\u201c Er schaut die Stra\u00dfe runter und geht rasch zur Haltestelle: \u201eKlingt gut. Hoffentlich ist er voll&#8230; Ja gut. Nur einen. Bleibt dabei. Aber wenn er voll ist, habe ich ne Menge Auswahl. Der Bus kommt. Ende.\u201c Er schaltet das Handy aus und steckt es in die Tasche.<\/p>\n\n\n\n<p>____\/ Schwenk<\/p>\n\n\n\n<p>mit dem etwas altersschwachen Bus zur Haltestelle, wo er&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>\/mit quietschenden Bremsen\/<\/p>\n\n\n\n<p>anh\u00e4lt.<\/p>\n\n\n\n<p>Der \u00e4ltere Herr steigt ein, nachdem die Eingangst\u00fcr aufgegangen ist.<\/p>\n\n\n\n<p>_____\/ Bus innen, vorne beim Fahrer zum Bezahlen:<\/p>\n\n\n\n<p>Recht unaufmerksam ist der \u00e4ltere Herr beim Bezahlen, weil sein Blick sehr absch\u00e4tzend \u00fcber die Fahrg\u00e4ste schweift. Er brummt, kopfnickend: \u201eSag ich doch: ne Menge Auswahl&#8230;\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Der Busfahrer mag die vermeintliche Schusseligkeit&nbsp; nicht so gerne, leise ungeduldig: \u201eNoch zwanzig.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Der \u00e4ltere Herr: \u201eWas? Ach so.\u201c Er legt noch eine M\u00fcnze auf den Zahlteller, nimmt den Fahrschein: \u201eDanke.\u201c Dann wendet er sich ganz den Fahrg\u00e4sten zu.<\/p>\n\n\n\n<p>Durch das etwas unsanfte Anfahren des Busses, wackelt er ganz sch\u00f6n rum und sucht nach einem Haltegriff, findet einen. Dann wieder der unverwandte Blick \u00fcber die Fahrg\u00e4ste.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>____\/ Gegenschnitt mit Schwenk und Vofahrt-Zoom:<\/p>\n\n\n\n<p>\u00fcber die Fahrg\u00e4ste. Nur sehr wenige lesen, die allermeisten schauen zum \u00e4lteren Herren, Richtung Kamera, sehr neugierig, einige Damen schon fast verliebt samt einladendem L\u00e4cheln&#8230; Zwei oder drei halten dem Blick nicht stand und schauen gschamig wieder weg. Dann wieder hin&#8230; Zoom endet auf einem Gesicht: Nur Einer.<\/p>\n\n\n\n<p>____\/ Wiederum Gegenschnitt:<\/p>\n\n\n\n<p>Der \u00e4ltere Herr grinst, nicht rundweg sympathisch. Dann l\u00e4sst er sich etwas unvermutet mit eleganter Drehung in einen Sitz in der ersten Reihe fallen und macht: \u201eH\u00e4h\u00e4&#8230;!\u201c &nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>_____\/ Au\u00dfen von der Stra\u00dfenmitte:<\/p>\n\n\n\n<p>Der Bus f\u00e4hrt davon, davon, davon&#8230;<\/p>\n\n\n\n<p>\/Gianni wei\u00df da eine Musik&#8230;\/<\/p>\n\n\n\n<p>\/Langsame Abblende&#8230;\/<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/webaid.it\/?page_id=958\">Peters kleine Geschichtchen<\/a><\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/webaid.it\/?page_id=955\">Drei Kilo Zucker<\/a><\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/webaid.it\/?page_id=2255\">Angela<\/a> <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Peters kleine Geschichtchen Nur Einer Kurzfilm nach einer Idee von Gianni Fenu Drehbuch von Peter Podehl Nicht nummerierte Fassung vom 4.6.2005 Alle Rechte bei:Peter Podehl \u00a9 ___\/ Totale: Haltestelle an einer Asphalt-Stra\u00dfe mit wei\u00dfer Bemalung, die die hochstehende Sonne kr\u00e4ftig reflektiert, in offensichtlich unbewohnter Gegend. 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